Verheerender Anschlag in Ägypten: Zahl der Toten auf 155 gestiegen

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Beste Stimmung und tolle Bands spielten bei der Nacht der Blauen Wunder in Dorfens Kneipen:  Die Band Kim Azas & Friendsbegeisterten im Jakobmayer-Saal nicht nur mit coolem Afro-Reggae, sondern mit temperamentvollen Tanzeinlagen der Sängerin.

Die Nacht der blauen Wunder

Es rockt, fetzt und swingt in der Stadt

Die Vorfreude in Dorfen war groß auf die sechste Nacht der blauen Wunder in Dorfen. Das miese Wetter am Samstagabend hatte dann aber wohl vor allem Besucher abgeschreckt, die sich spontan entschließen wollten, in die Isenstadt zu kommen und durch die Kneipen zu ziehen.

Dorfen Der Andrang bei dem bewährten Live-Musikformat des Veranstalters (Erdings Sinnflut Kultur GmbH) mit vielen coolen und guten Bands war wieder groß, erreichte aber nicht die Besucherflut der letzten Jahre. Dorfens KulTour-Nacht läuft seit dem Start vor sechs Jahren sehr gut. Heuer war es mal ein bisschen anders. Die Stimmung war dennoch gut bei den insgesamt 13 verschiedenen Live-Acts in den Kneipen und Gasstätten im Altstadtzentrum. Damit beteiligten sich fast alle Dorfener Gastronomen im Stadtzentrum, und auch das ESC-Lokal im Eisstadion. Dennoch war das Ziel der Sinnflut-Macher, alle Wirte zum Mitmachen bei dem Musik-Event zu animieren, auch heuer nicht ganz gelungen.

Jung und Alt waren unterwegs von Bühne zu Bühne, wobei es in Dorfen jeweils nur wenige Minuten dauert, um von Lokal zu Lokal zu kommen. Wegen des schlechten Wetters war draußen vor den Kneipen in den Konzertpausen nicht viel los. Die Besucher drängte es während der Wechselpausen in die Lokale. Pünktlich um 20.30 Uhr hatten dort die Bands ihren ersten Auftritt des jeweils halbstündlichen Programms begonnen. Das beliebte Konzept ist nämlich, dass 30 Minuten gespielt wird und dann genauso lange Pause ist. Das ermöglicht es den Besuchern, entspannt ins nächste Lokal zu kommen, um so auch möglichst viele unterschiedliche Gruppen hören zu können.

Unterwegs waren viele Gäste, Dorfener und Auswärtige, die bereits feste Fans des Kneipenfestivals sind. Und natürlich war auch wieder der Party-Bus ein Muss bei Jung und Alt. Das alte Ami-Gefährt war der rollende 14. Live-Act, denn in dem Schulbus gab’s heißen Sound und Cocktails an Bord. Nicht wenige Fahrgäste nutzten den Bus gleich zu einer Party-Stadtrundfahrt.

Die Sinnflut-Leute präsentierten in den 13 Kneipen erneut einen breiten Mix verschiedener Musik-Stilrichtungen von lokalen und internationalen Bands. Da war für Jeden was dabei. Lauten Hardrock gab es etwa im Liberty (Noisepollution) auf die Ohren, fetzigen Rock’n’Roll und Boogie im Wailtl (Brass Knuckle Boogie), Austropop (Austria 4) beim Lebzelter. Sagenhaft coolen Blues spielte die Guy Tortora Band in der Jakobmayer-Gaststätte, und im Saal drüber begeisterten Kim Azas & Friends mit entspanntem Afro-Reggae. Dieses Lebensgefühl packte eine afrikanische Tänzerin der Band in ihre Tanzperformance, die das ganze Publikum in ihren Bann zog. Im E 3-Eiskeller gab die Party-Pop-Rock-Band „The Soundscape“ aus dem Dorfener Gäu ein tolles und sehr hörenswertes Debüt bei der Nacht der Blauen Wunder.

Pünktlich um 1 Uhr war Schluss mit der KulTour-Nacht, trotzdem ging es in einigen Kneipen noch weiter bis in die frühen Morgenstunden. „Super Event, tolle Bands“, war zu hören. Es gab aber auch einzelne Stimmen, die heuer nicht so zufrieden waren mit dem Bandangebot. Da hilft dann nur eins: nächstes Jahr wiederkommen.

Hermann Weingartner

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