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Pfiad eich: Die Festwirten Peter Klotz, Robert Eicher, Ilse Klotz und Ernst Hennel.

Zapfenstreich beim Volksfest

„Es war uns eine Ehre, Sie zu bewirten“

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Das „Finale dahoam“ ist vorbei, das Dorfener Volksfest 2019 Geschichte. Mit einem emotionalen Zapfenstreich wurden am Sonntag die Festwirte Robert Eicher, Ernst Hennel sowie Peter und Ilse Klotz von ihren langjährigen Mitarbeitern und Helfern verabschiedet.

Dorfen – Schon am Samstagabend wurde es zu vorgerückter Stunde an der Bar sentimental: Das gesamte Team bedankte sich bei ihren Chefs für jahrelange gute Zusammenarbeit. Vor allem Festwirt Eicher, „Oax“ genannt, der für die Bar hauptverantwortlich war, wurde gewürdigt. Für die vier Festwirte sangen Team und hunderte Gäste „Oane moan i pack i no“ und stießen auf das zu Ende gehende Volksfest an.

15 Jahre bewirtet

Am Sonntagabend ging dann die Ära offiziell zu Ende: Nach 15 Jahren gab es für die Festwirte den letzten Zapfenstreich. Die Wirts-Crew verabschiedete sich auf der Bühne: „Es war uns eine Ehre, Sie zu bewirten“, sagte Peter Klotz, „es war eine sehr schöne Zeit“. Die Wirte dankten allen, die sie unterstützt hatten. Die Belegschaft überreichte ihnen ein Erinnerungsgeschenk: Danke für 15 Jahre Volksfest.

Grundner enttäuscht

„Schade, dass es so endet“, meinten Bürgermeister Heinz Grundner und Volksfestorganisatorin Anita Feckl auf Nachfrage unserer Zeitung. Beide wurden erstmals nicht auf die Bühne gebeten, der Dank der Wirte an die Stadt war sehr knapp ausgefallen. „Es is, wie’s is“, meinte Grundner. „Trotzdem, die Festwirte haben die Wiesn wieder hervorragend veranstaltet und aus dem Dorfener Volksfest was gemacht in den letzten 15 Jahren.“ Der städtischen Volksfestbeauftragten sprach Grundner am Tisch seinen „großen Dank für die tolle Organisation“ aus.

Das Wiesnmadl für 2020 heißt Theresa Herzog (2. v. r.) mit ihrer Vorgängerin Anna-Luisa Stehbeck (l.), Viktoria Fend (2. v. l.) und Alexandra Engl.

Vor dem Abschiedszeremoniell fand die Wahl zum Wiesnmadl 2020 statt. Moderator Jürgen Häusler stellte drei Kandidatinnen vor: die Dorfenerinnen Viktoria Fend (19) und Alexandra Engl (26) sowie Theresa Herzog (20) aus Schwindkirchen. Im Wettbewerb mussten sich die hübschen Frauen einem Publikumsvotum per Lautstärkemesser stellen. Der Beifallssturm in der Festhalle entschied schließlich, wer neues Wiesnmadl wurde. Am Ende verkündete Häusler 89,9 dB für Viktoria, gefolgt von Alexandra (99,7 dB). Mit hauchdünnem Vorsprung wurde Theresa mit 99,8 dB neues Wiesnmadl. Die Siegerin freute sich riesig über ihren Erfolg und bekam einige schöne Präsente. Ungewiss ist allerdings, ob der neue Festwirt mit dem neuen Wiesmadl überhaupt in der bisher gewohnten Art zusammenarbeiten wird.

Polizei macht Jugendschutzkontrollen

Am letzten Wochenende hat auch die Polizei noch einige Einsätze verzeichnet. Am Samstagabend gegen 22.20 Uhr fielen Mitarbeitern der Festhallen-Security drei 15-jährige Jugendliche auf, die auf dem Dach der angrenzenden Grundschule am Mühlanger waren. Zwei weitere 15- und 14-Jährige waren ebenfalls dort, jedoch nicht auf dem Gebäude. Alle fünf wurden von der Polizei ihren Eltern übergeben.

Kurz nach Mitternacht wurde dann ein Jugendlicher aus Velden beim Biertrinken angetroffen. Bei der Alterskontrolle stellte sich heraus, dass er noch keine 16 Jahre alt ist. Er wurde einer aufsichtsberechtigten Person übergeben, die ihn nach Hause brachte.

Am Sonntag trafen die Polizisten gegen 0.40 Uhr bei einer Jugendschutzkontrolle in der Festhalle fünf minderjährige Jugendliche aus Hohenpolding und Mühldorf an. Erziehungsberechtigte waren nicht beziehungsweise nicht mehr auf dem Volksfest. In beiden Fällen wird die Polizei das Jugendamt informieren.

Am frühen Sonntagmorgen gegen 3.40 Uhr kam es zwischen zwei Personengruppen zu einer Auseinandersetzung, bei der einer der Beteiligten leicht verletzt wurde. Er wurde zur weiteren medizinischen Abklärung ins Klinikum nach Erding gebracht. Da laut Polizei alle Beteiligten zum Teil erheblich alkoholisiert waren, konnte der genaue Tathergang vor Ort zunächst nicht geklärt werden und bedarf weiterer Ermittlungen.   

Mitarbeit: wei

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