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Zwei der vier Referenten sind Dr. Carsten Husemann (l.) und Dr. Walter Ruckdeschel vom MVZ Dorfen. 

Seminar im Jakobmayer-Saal

Fachärzte geben Tipps zur Herzgesundheit

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Herzschwäche ist eine ernste Krankheit. Im fortgeschrittenen Stadium führt das zu schweren Beschwerden bei den Betroffenen und bedroht das Leben. Ein Seminar für Patienten, Angehörige und Interessenten in Dorfen befasst sich morgen Abend mit dem Thema.

Dorfen – „Das schwache Herz“, titelt die gemeinsame Veranstaltung des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Dorfen und des Klinikums Landkreis Erding im Jakobmayer-Saal, die um 18 Uhr beginnt. Die Referate alten die beiden MVZ-Kardiologen Dr. Walter Ruckdeschel und Dr, Carsten Husemann, der Erdinger Internist Dr. Kai Adler und der Chefarzt der Innernen Medizin am Klinikum Erding, Dr. Lorenz Bott-Flügel. Im Vorfeld der Veranstaltung sprachen wir mit dem Dorfener Kardiologen Dr. Husemann über das Thema Herzinsuffizienz.

- Wie entsteht Herzschwäche?

Dr. Carsten Husemann: Herzschwäche entsteht vornehmlich in den westlichen Ländern durch erhöhten Blutdruck und Verkalkung der Herzkranzgefäße, die sogenannte koronare Herzkrankheit. Zu den begünstigenden Faktoren gehören dabei Bewegungsmangel/Übergewicht, Rauchen, Diabetes (Zucker) und Erbanlagen. Ganz wesentlich ist auch das Alter.

- Wie macht sich die Krankheit bemerkbar?

Dr. Husemann: Bemerkbar macht sich die Erkrankung sehr oft mit Luftnot, vielleicht auch bei Belastung, aber auch mit Schmerzen im Brustbereich, Wassereinlagerungen an den Beinen und allgemeiner Schwäche.

- Wer ist von einer Herzinsuffizienz am häufigsten betroffen?

Dr. Husemann: Am häufigsten betroffen sind ältere Patienten, Männer etwas früher, vornehmlich mit den genannten Risikofaktoren.

- Gibt es Möglichkeiten vorzubeugen, sich selbst zu schützen?

Dr. Husemann: Schützen kann man sich unter anderem nach erfolgter Diagnostik durch den Arzt, indem man die besprochene Therapie, insbesondere Medikamente, konsequent verfolgt.

- Ab wann sind Medikamente nötig und was bewirken diese im Körper?

Dr. Husemann: Der Einsatz von Medikamenten richtet sich nach der Risikokonstellation und den Beschwerden sowie der auslösenden Herzerkrankung. Die Therapie muss immer sehr individuell erfolgen und ständig angepasst werden. Die Wirkung der Medikamente dient der Besserung der Beschwerden, aber auch ganz wesentlich der Verbesserung der Prognose, sprich Lebenserwartung.

- Kann auch Naturheilkunde bei Herzschwäche helfen?

Dr. Husemann: Die Naturheilkunde kann einen Beitrag leisten, wenn sie unterstützend in die sonstige Therapie eingegliedert und vom Arzt begleitet wird.

- Was kann man allgemein für seine Herzgesundheit tun?

Dr. Husemann: Herzgesund zu bleiben ist im Grunde einfach – durch Einstellung der Risiken. Das heißt, viel Bewegung, Stress und unregelmäßigen Schlaf meiden, auf gesunde Ernährung achten und nicht rauchen.

- Was erwartet die Besucher bei der Veranstaltung am Dienstag im Jakobmayer-Saal?

Dr. Husemann: Es werden verschiedene Therapien beleuchtet, wie immer auch mit sehr versierten externen Referenten. Und für Fragen wird auf alle Fälle Zeit bleiben.

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