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Flüchtlingsunterkunft Lindum: Hier werden von der Brandmeldeanlage viele Fehlalarme ausgelöst. 

FF DORFEN

Fehlalarme: „Größter Feind der Feuerwehr“

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Die Dorfener Stützpunktfeuerwehr ist 2017 insgesamt zu 152 Einsätzen ausgerückt. Das Niveau blieb damit fast auf dem des Vorjahres. Immer größere Probleme bereiten Fehlalarme.

Dorfen – 18 Brandsätze wurden registriert, zum größten Teil Kleinbrände. Zum einzigen Großbrand wurde die Wehr am Silvesterabend nach Frauenornau im Kreis Mühldorf alarmiert. Deutlich gestiegen ist die Zahl der technischen Hilfsleistungen. 109 derartige Einsätze wurden verzeichnet. Darunter waren Verkehrsunfälle, das Aufräumen von Sturmschäden, Wasserschäden oder Wohnungsöffnungen bei akuter Gefahr für Menschen.

Auch 17 Fehlalarmierungen wurden ausgelöst. Das waren zwar erheblich weniger als die 36 Fehlalarmierungen 2016, dennoch sorgen sie für Ärger. Denn wieder sind von der Brandmeldeanlage in der Flüchtlingsunterkunft in Lindum viele Fehlalarme ausgelöst worden. Die Anlage ist offenbar falsch geplant und funktioniert noch immer nicht fehlerfrei.

Die hohe Fehlalarmquote bezeichnet Kommandant Stefan Beham als „Trauerspiel“. Jeder Fehlalarm sei einer zuviel. Denn mit jedem Fehlalarm würde die Bereitschaft von Aktiven auszurücken und die Bereitschaft von Arbeitgebern, Mitarbeiter für einen Einsatz freizustellen, sinken.

Auch Josef Wagenlechner, Feuerwehrreferent des Stadtrates, sieht das so. „Fehlalarme sind der größer Feind der Feuerwehr, da wird die Bereitschaft der Leute, mitzumachen, verprellt“, konstatiert er. Daher müsse alles unternommen werden, die Zahl der Fehlalarme zu reduzieren. Ein großes Kompliment hat Wagenlechner für die zehn Feuerwehren der Stadt: „Die sind wie eine Wehr.“ Früher sei das einmal anders gewesen, da hätte die Zusammenarbeit der Wehren nicht so gut funktioniert. Für Wagenlechner steht daher fest: Eine Fusion von Ortsfeuerwehren „steht überhaupt nicht zur Debatte. Jede einzelne Landfeuerwehr hat seine Berechtigung.“

Die Zusammenarbeit sei „sehr, sehr gut“. Das zeige sich auch daran, dass einige Mitglieder von Landfeuerwehren, die in Dorfen arbeiten würden, bei Einsätzen mit der Dorfener Stützpunktfeuerwehr ausrücken würden, Wagenlechner: „Wir brauchen nichts zusammenlegen, was eh schon zusammengewachsen ist.“

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