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Dorfener Feuerwehr hat „eine leistungsstarke Führungsgruppe“

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Von: Hermann Weingartner

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Die Spitze der Dorfener Wehr (v.l.): Referent Josef Wagenlechner, Vorsitzender Günther Fichtner, 2. Kommandant Tobis Brandl, 2. Vorsitzender Christof Schweiger, Kommandant Stefan Beham, Bürgermeister Heinz Grundner, Kreisbrandmeister Rudi Hohenadl und Kreisbrandinspektor Richard Obermaier.
Die Spitze der Dorfener Wehr (v.l.): Referent Josef Wagenlechner, Vorsitzender Günther Fichtner, 2. Kommandant Tobis Brandl, 2. Vorsitzender Christof Schweiger, Kommandant Stefan Beham, Bürgermeister Heinz Grundner, Kreisbrandmeister Rudi Hohenadl und Kreisbrandinspektor Richard Obermaier. © Hermann Weingartner

Die Ehrenamtlichen der Stützpunktfeuerwehr Dorfen haben ihre Führungsriege wiedergewählt. Kommandant Stefan Beham startet in die fünfte Amtszeit, sein Vize Tobias Brandl bleibt auch im Amt. Viel Lob gab es für die beiden.

Dorfen – Die langjährige Kontinuität an der Spitze der Stützpunktfeuerwehr Dorfen wird fortgesetzt. In der General- und Dienstversammlung am Dienstagabend wurden Kommandant Stefan Beham und sein Stellvertreter Tobias Brandl einstimmig im Amt bestätigt. Für die nächsten Jahre kündigte Beham hohe Investitionen wegen enormer Preissteigerungen an, wenn fällige Fahrzeug-Ersatzbeschaffungen anstehen.

Weil die turnusgemäße Kommandantenwahl wegen Corona 2021 ausfallen musste, waren Beham und Brandl bis jetzt kommissarisch im Amt, berichtete Bürgermeister Heinz Grundner. Jetzt sind beide offiziell wiedergewählt worden. Brandl macht nach 16 Jahren als Stellvertreter weiter. Und Beham geht nach 25 Jahren in seine fünft Amtszeit als Kommandant. Für diese „außergewöhnliche Führungsbereitschaft“ gab’s viel Lob und Anerkennung von Bürgermeister, Feuerwehrreferent Josef Wagenlechner und Kreisbrandinspektor Richard Obermaier.

Beham stellte an den Anfang seines Berichts für 2020 und 2021 ein großes Dankschön an alle, die sich bei der Dorfener Wehr engagieren und so die stete, ehrenamtliche Einsatzbereitschaft zum Schutz der Bürger garantieren. Und auch ein Danke „für’s Durchhalten in den letzten beiden nicht einfachen Jahren mit Corona“ war Beham wichtig.

Der Kommandant machte klar, dass nur durch das sehr gute Zusammenspiel aller Führungskräfte und Aktiven aller Feuerwehren im Stadtgebiet sowie der Unterstützung der Stadt die Aufgaben so erfolgreich bewältigt werden können. Das habe besonders auch der „sehr, sehr herausfordernde Einsatz“ während der Flutkatastrophe am Seebach in Oberdorfen Ende Augst 2021 gezeigt.

Dort mussten nach einer massiven Überflutung der Seebach-Siedlung unter anderem 30 Häuser evakuiert werden. Und gleichzeitig drohte in Dorfen das Rückhaltebecken-Süd überzulaufen und Teile der Stadt zu fluten. Das konnte man durch massives Abpumpen gerade noch verhindern.

Kritik gab’s von Beham zur neu installierten, 130 000 Euro teuren Schlauchpflegeanlage: „Die funktioniert immer noch nicht optimal.“ Teuer wird’s für die Stadt wohl, wenn die Ersatzbeschaffung für das fast 30 Jahre alte TLF und die Drehleiter in den nächsten Jahren fällig werde. Beham erklärte, jedes Jahr sei derzeit mit Preissteigerungen im Bereich von 100 000 Euro zu kalkulieren. Die Vorbereitungen für den Kauf eines neuen TLF hätten 2020 begonnen. „Wenn wir das Fahrzeug 2024 oder 2025 bekommen, können wir froh sein“, sagte Beham. Die Drehleiter sei 25 Jahre alt, „da müssen wir die nächsten Jahre aktiv werden“. Für beide Fahrzeuge zusammen sei mit Kosten von rund einer Million Euro zu rechnen.

Über großes Lob durfte sich die Jugendfeuerwehr freuen mit ihrem höchst engagierten Führungsduo Jan Smolko und Simon Zimmer. Corona habe die Jugendarbeit sehr erschwert, berichtete Jugendwart Smolko. Trotzdem konnte man sich 2021 über 19 Neue freuen und zähle nun knapp 50 Mitglieder.

Dorfens Stützpunktwehr bestehe aus „einer leistungsstarken Führungsgruppe“ mit bewährten Kommandanten und Aktiven mit „sehr hoher Leistungsbereitschaft“ sowie einer beeindruckenden Nachwuchsarbeit, betonte Grundner. Die Stadt werde die Wehr weiterhin mit Technik auf dem neuesten Stand ausstatten.

Auch Feuerwehr-Referent Wagenlechner hatte ein großes Dankeschön für die Aktiven. Er hob die „super Zusammenarbeit“ aller Dorfener Wehren hervor, die so „eine starke Mannschaft“ seien. Das Motto eines aufgestellten Flyers sage alles, worauf stand: „Unsere Stadt in sicheren Händen“.

Erstmals besuchte Kreisbrandinspektor Obermaier eine Versammlung der Dorfener Wehr. Er lobte Kreisbrandmeister Rudi Hohenadl und die Jugendarbeit des Vereins.

Schriftführer Andreas Richter berichtete von zahlreichen coronabedingten Absagen in den vergangenen Jahren. Jetzt werde man aber das Vereinsleben wieder hochfahren. Leider werde es heuer erneut kein Lampions-Fest geben, bedauerte Vereinsvorsitzender Günther Fichtner.

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