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Alltagsbild in Dorfen: Stau auf der B 15.

B 15-Verkehrschaos

Feuerwehr sieht Hilfsfristen in Gefahr

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Die Verkehrsbelastung der B 15 durch Dorfen wird immer größer. Zu Stoßzeiten sind lange Staus keine Seltenheit. Die Feuerwehr befürchtet, dass bei einer weiteren Zunahme des Verkehrschaoses Hilfsfristen gefährdet werden.

Dorfen – Mehr als 14 000 Fahrzeuge, darunter über 1000 Lkws drängen sich täglich durch Dorfen. Mit der Inbetriebnahme der A 94 Ende 2019 wird eine weitere, drastische Zunahme des Verkehrs auf der B 15 prognostiziert. Für die Dorfener Stützpunktfeuerwehr ergeben sich daraus immer größere Probleme. Viele Feuerwehrleute wohnen im westlichen Stadtteil, das Feuerwehrhaus liegt im Osten. Dazwischen verläuft die Bundesstraße. Ist auf der B 15 ein Stau, etwa weil die Bahnschranken geschlossen sind, dauert bei einem Alarm die Fahrt der Aktiven zum Feuerwehrhaus nicht selten bis zu zehn Minuten. Bislang ging bei Einsätzen alles noch einigermaßen problemlos über die Bühne, berichtet Kommandant Stefan Beham. Noch wohnen im östlichen Stadtteil um das Gerätehauses genügend Feuerwehrleute, um zumindest kurz nach einem Alarm ein erstes Fahrzeug besetzen zu können. Doch auch ein mit Sondersignal fahrender Einsatzwagen hat bei einem Stau auf der B 15 Probleme mit dem Vorwärtskommen. „Wir müssen das aufmerksam beobachten, wie sich die Situation entwickelt“, sagt Beham. Er befürchtet, dass sich spätestens mit der Inbetriebnahme der A 94 die Situation dramatisch verschlechtern wird.

Eine Lösung des Problems ist laut Beham „nicht in Sicht“. Er selbst ist gespannt, wie im derzeit entstehenden Feuerwehrbedarfsplan die Situation in Dorfen bewertet wird. Mit der Kreisbrandinspektion ist Beham wegen der Thematik schon länger im Gespräch. Er hat dort auch deutlich angesprochen, das Hilfsfristen möglicherweise einmal nicht mehr gewährleistet werden können.

Auch für den Feuerwehrreferent des Stadtrates, Josef Wagenlechner, ist die Situation „völlig unbefriedigend“. Die B 15 sei ein Nadelöhr. Wenn die Zunahme des Verkehrs so rasant weitergehe, „wird die Leistungsgrenze der Bundesstraße schnell erreicht sein. Und dann sind auch die Hilfsfristen der Feuerwehr in Gefahr“. Für Wagenlechner ist auch nicht klar, wie sich die A 94 für die Dorfener Feuerwehr auswirken wird. „Über Autobahneinsätze wird nicht geredet. Wir wissen nicht, was da auf uns zukommt und wie es sein wird.“ Dass die Dorfener Wehr eine wichtige Rolle in der Rettungskette spielen wird, davon geht Wagenlechner aus. Aber auch die Feuerwehren aus St. Wolfgang, Lengdorf und Schwindegg würden in dem Abschnitt wohl eingesetzt.

Für die Dorfener Wehr würde bei einem Einsatz auf der A 94 die B 15 und der dortige Bahnübergang zum Problem. „Wenn die Schranken geschlossen sind, hilft auch Blaulicht und Martinshorn nicht zum Weiterkommen.“ Wagenlechner hofft, dass auch dieses Problem im Feuerwehrbedarfsplan, den Kreisbrandinspektor Lenz Huber erstellt, aufgegriffen wird.

Klar ist für den Dorfener Feuerwehrreferenten auch, dass zusätzliche Einsatzfahrzeuge, die eventuell wegen der A 94 nötig würden, „vom Bund bezahlt werden müssen“. Schließlich sie eine Autobahn Sache der Bundesrepublik und nicht einer Kommune.

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