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Neues Konzept

Feuerwehrdienst soll lukraktiver werden

Die Feuerwehren brauchen Nachwuchs. Durch kleine Vergünstigungen soll die Stadt den ehrenamtlichen Dienst lukrativer machen. Das will Feuerwehrreferent Josef Wagenlechner erreichen.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Der Haupt- und Finanzausschuss des Dorfener Stadtrats berät in seiner Sitzung heute Abend (19 Uhr, Sitzungssaal der Sparkasse) ein „Konzept zur Förderung des Feuerwehrdienstes“. Das Papier hat Stadtrat und Feuerwehrreferent Josef Wagenlechner (Landlisten) erarbeitet. Mit kleinen Vergünstigungen für aktive Feuerwehr-Dienstleistende soll das Ehrenamt interessanter gemacht werden.

Das ist nicht nur nach Auffassung von Wagenlechner dringend notwendig. Die Feuerwehren brauchen Nachwuchs, sonst muss künftig die Kommune mit Festangestellten einspringen. Im Bereich der Stadt Dorfen übernehmen zehn freiwillige Feuerwehren für die Gemeinde die kommunale Pflichtaufgabe des Brand- und Katastrophenschutz, erinnert Wagenlechner in seinem Konzept. Insgesamt etwa 500 Aktive leisten ehrenamtlich Dienst mit über 200 Einsätzen jedes Jahr. Bislang regelt das Feuerwehrkonzept von 1999 die Investitionen und Ausgaben für die einzelnen Wehren. Ein zunehmendes Problem ist auch in Dorfen das Erreichen der Tagesalarmstärke während der Werktage, beschreibt der Referent einen negativen Trend. Bisher konnte diese Einsatzstärke noch erreicht werden. Mit der Schließung der Großbetriebe Hawe und Creaton seien nicht nur rund 200 heimische Arbeitsplätze weggefallen, sondern auch einige aktive Feuerwehr-Mitglieder, die diese Firmen tagsüber zu den Notfalleinsätzen freistellten.

Inzwischen werden – abhängig vom Einsatzort – auch Feuerwehren aus Nachbargemeinde mitalarmiert, wenn die nötige Anzahl an Atemschutzträgern nicht mehr zur Verfügung steht, so Wagenlechner. Auffallend sei, dass Dorfen, obwohl es eine „eher junge Kommune ist“, bei den Feuerwehren insgesamt mehr Mitglieder ausscheiden, als Neue aufgenommen werden. „Es sollen wieder mehr Mitglieder aktiv den Dienst in den Feuerwehren ausüben“, fordert Wagenlechner. Das sei das Ziel seines Konzepts.

Die ehrenamtlichen Helfer sollen durch die Stadt nicht nur Dankesworte als Anerkennung erfahren, sondern weiter gewürdigt werden. Und auch die Arbeitgeber sollen motiviert werden, ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit für Feuerwehreinsätze freizustellen.

Das Förderkonzept enthält mehrere Lösungsansätze. Wagenlechner schlägt Vergünstigungen für aktive Feuerwehr-Mitglieder vor. Etwa kostenloses Parken in der Stadt. Zudem schlägt Wagenlechner vor, dass die Aktiven als Anerkennung freien Eintritt für das städtische Freibad erhalten sollen. Und auch diejenigen Arbeitgeber, die Leute zum Feuerwehr-Dienst freistellen, sollen in den Genuss je einer Freiparkregelung und freien Eintritt ins Stadtbad kommen.

Die Kosten der Maßnahmen seien „schwer abzuschätzen“, so Wagenlechner. Der Feuerwehr-Referent plädiert für einen Haushaltsansatz von 5000 Euro. „Das sollte ausreichend sein“. Die Stadtverwaltung soll beauftragt werden, das Konzept auf rechtliche Sicherheit zu prüfen und dann umzusetzen. Im Zuge der Umsetzung sollen die Feuerwehr-Kommandanten insbesondere bei der Prüfung mitwirken, wer aktives Mitglied ist und die Norm erfüllt, wie etwa mindestens 50 Prozent Übungsteilnahme.

Weiteres Thema der heutigen Sitzung ist der Haushalt 2017. Beraten werden unter anderem Anträge zum laufenden Verwaltungsbetrieb. Entschieden wird auch über den Antrag auf Weiterzahlung der Zuschüsse für das Dorfener Zentrum für Integration und Familie.

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