Anton Stimmer und Christian HolblSport- und Vereinsreferenten

Stadtrat Dorfen

Feuerwehren plagen Nachwuchssorgen

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14 Referenten hat der Dorfener Stadtrat. Sie sind von den Feuerwehren bis hin zu Vereinen zuständig. Sieben der Stadtminister haben jetzt im Stadtrat einen Rechenschaftsbericht über ihre Tätigkeit vorgelegt.

Dorfen – Mit den umfangreichsten Bericht hat Feuerwehrreferent Josef Wagenlechner (TEG) abgegeben. Er bescheinigte den Feuerwehren in der Gemeinde mit insgesamt 520 Aktiven eine „gute Arbeit“. Bei einer Begehung aller Feuerwehrhäuser seien nur „wenige kleine Mängel“ festgestellt worden, die „ohne großen finanziellen Aufwand“ beseitigt werden konnten. Zunehmend problematisch werden laut Wagenlechner Einsätze während des Tages. Da immer weniger Aktive am Ort arbeiteten sei die Mannschaftszahl bei Einsätzen nicht selten an der unteren Grenze. Auch der Nachwuchsmangel sei zunehmend zu spüren. So gebe es insgesamt nur etwa 40 Anwärter für den Feuerwehrdienst bei den Dorfener Wehren. Insgesamt sei der Brand- und Katastrophenschutz in der Großgemeinde aber gewährleistet, konstatierte Wagenlechner.

Für die nächsten Jahre sieht der Referent einen größeren Investitionsbedarf im Brandschutz, da mehrere, teils schon 30 Jahre alte Einsatzfahrzeuge erneuert werden müssten. Für die Feuerwehr Hausmehring sei ein neues Gerätehaus an einem neuen Standort notwendig. Für das Zeilhofener Gerätehaus sei ein Erweiterungsbau erforderlich.

Für die beiden Sport- und Vereinsreferenten Anton Stimmer (CSU) und Christian Holbl (TEG) gab Stimmer den Rechenschaftsbericht ab. Bei mehr als 130 Vereinen in der Gemeinde seien die Aufgaben der beiden Referenten sehr vielfältig, die Tätigkeit werde auch als „Vereinsservice“ gesehen. Man sehe sich als „Bindeglied zwischen den örtlichen Vereinen und der Stadt“. Ihre Aufgabe sehen Stimmer und Holbl auch darin, „Impulse zu geben“, damit die Vereine auf gesellschaftliche Veränderungen reagierten könnten. Hier nannte Stimmer das Stichwort „Krise im Ehrenamt“. Die Bürger rief Stimmer dazu auf, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Es lohnt sich.“

Für Familien-, Sozial- und Schulreferent Michael Oberhofer (CSU) ist es wichtig, dass die Grundschulen Grüntegernbach, Eibach und Schwindkirchen erhalten bleiben. Hier habe er viele Strategie- und Arbeitsgespräche geführt. Auch einen regen Austausch mit allen Schulen in der Stadt habe er geführt.

Seniorenreferentin Doris Minet (ÜWG) hat als großes Ziel für die Zukunft die Einrichtung eines Seniorenbüros in der Stadt ausgegeben. Wichtig sei es auch, barrierefreien Wohnraum für ältere Menschen in der Stadt zu schaffen. Als Erfolge bezeichnete Minet die von ihr geschaffenen Angebote wie etwa Seniorentanz, Stammtisch, Handarbeitskreis und Busausflüge. Dankbar angenommen werde auch die von ihr initiierte Hospizberatungsstunde.

Umweltreferent Gerald Forstmaier (GAL) berichtete von mehreren Treffen mit Bürgern und Bürgerinitiativen, etwa zum Thema Bahnausbau. Er habe auch eine grafische Darstellung einer günstigen Alternativlösung zur Tieferlegung der Bahngleise ausgearbeitet. Zum Thema Umweltschutz habe er zusammen mit seiner Partei, den Grünen, einen Entwurf zur Flächennutzungsplanerweiterung ausgearbeitet. Engagiert habe er sich auch bei der Nutzung von regenerativ erzeugter Nahwärme in neuen Baugebieten.

Forstmaier berichtete auch über die Tätigkeiten im Referat Hochwasserschutz, das er sich mit Bertram Ahrend (ÜWG) teilt. Hier habe es viele Gespräche und Diskussionen mit Bürgern und Bürgerinitiativen gegeben. Auch an der Erweiterung und Ergänzung des Hochwasserschutz-Konzeptes der Stadt sei intensiv gearbeitet worden. Forstmaier zeigte sich „sehr überrascht von der Intensität dieses Referats und der Sensibilität der Leute“. Seinem Vorgänger als Hochwasserreferent, Gisbert Becker, attestierte Forstmaier hervorragende Arbeit. „Herr Becker hat da viel Herzblut hineingesteckt.“

In einer der nächsten Sitzungen legen die übrigen Referenten ihren Tätigkeitsbericht vor.

Anton Renner

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