JAKOBMAYER-KULTURHAUS

Finanzausschuss stimmt Erhöhung der Saalmiete zu

Dorfen – Der Betriebsaufwand für den Dorfener Jakobmayer-Saal ist seit der Eröffnung am 11.11.2011 gestiegen. Für 2015 rechnet die Stadt mit rund 220 000 Euro Betriebskosten.

Verantwortlich für die Kostensteigerungen seien Änderungen der Versammlungsstättenverordnung, Neuinvestitionen und höhere Aufwendungen, erklärte Irmgard Bayer von der Stadtverwaltung. Die Stadt hebt deswegen jetzt die Saalmiete an – für Vereine um 50 Prozent. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss des Dorfener Stadtrates gegen zwei Stimmen beschlossen. Dagegen stimmten Johann Selmair (LDW) und Michaela Meister (SPD).

Der Kulturreferent des Stadtrates, Ludwig Rudolf (CSU) sagte, die Kostenanhebung „im moderaten Rahmen“ sei „gerechtfertigt“. Es habe „verschiedene Investitionen“ gegeben und einige, wie eine Klimaanlage, folgten noch. Künftig werde man den Saal auch nicht kostendeckend bewirtschaften können, aber die Erhöhung sei „ein Signal“.

Die Kosten für die Saalnutzung seien „relativ niedrig“, berichteten die beiden Jakobmayer-Kulturmanagerinnen, Birgitt Binder und Astrid Wandinger. Man liege unter Vergleichsmieten anderer Säle in der Region. „Was, 200 Euro Miete, is des billig“, habe ein Privatinteressent gesagt. Der größte Aufwand sei die Bestuhlung. Stühle und Tische seien aus Platzgründen im Speicher gelagert und müssten jedes Mal per Lift transportiert werden. Das sei „ein irrsinniger Aufwand“.

Der Jakobmayer-Saal werde „so gut angenommen“, dass jeden zweiten Tag eine Nutzung stattfinde, berichtete Binder. Zur Nutzung 2015 sagte Wandinger, dass 20 Prozent vom Jakobmayer-Kulturprogramm belegt war und 80 Prozent andere Nutzer waren. Letztere seien Vereine (89 Prozent), Privatfeiern (9) und kommerzielle Veranstaltungen (2).

Meister erinnerte, der Jakobmayer-Saal sei ursprünglich vor allem für Vereine gedacht gewesen. Eine Erhöhung um 50 Prozent würden „die Vereine spüren“. Martin Greimel (CSU) versuchte es mit einem Antrag, die Saalmiete für Vereine nur um 20 Prozent anzuheben. Das wurde mit 7:4 Stimmen angelehnt.

Die Saalmiete kostet pro Tag künftig für Vereine 150 Euro (bisher 100 Euro), private Veranstaltungen 300 Euro (200 Euro) und kommerzielle Nutzung 550 Euro (450 Euro). Die Bühnennutzung 30 Euro (20 Euro) und Umbaukosten 30 Euro/Stunde (20 Euro). Auch die Lautstärke der Musik darf künftig „nicht übertrieben“ werden. Ab 23 Uhr sind Bässe und Lautstärke zu drosseln und nach 1 Uhr morgens ist ganz Schluss mit Musik.  prä

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