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Nachbarschaftshilfe DOrfen

„Fixpunkt im sozialen Netz der Stadt“

Die Nachbarschaftshilfe (NBH) Dorfen „ist ein wichtiger Fixpunkt im sozialen Netz der Stadt“. Das hat Bürgermeister Heinz Grundner in der Jahreshauptversammlung des Vereins betont.

Dorfen – Insgesamt 9225 Stunden wurden 2016 von den Teams der drei NBH-Projekte (Nachbarschaftliche Hilfe, Tafel, Helferkreis Demenz) für Dorfen erbracht. Die Leistungen seien „eine herausragende, ehrenamtliche Tätigkeit“, lobte der Stadtchef.

„Not hat viele Gesichter“, sagte NBH-Vorsitzende Hilde Mittermaier. Dem begegne der Verein und versuche mit seinen Projekten „Not zu lindern, nicht irgendwann, sondern jetzt“. Von den 9225 Einsatzstunden seien 7200 Stunden ehrenamtlich und 2025 Stunden bezahlt geleistet worden. „Eine respektable Zahl“, befand Mittermaier. Es sei nicht selbstverständlich, dass man Zeit und Kraft selbstlos für Andere zur Verfügung stelle, damit es Menschen in Not besser gehe. „Danke und Respekt, was ihr leistet, meist im Stillen“, lobte die Vorsitzende die Helfer.

Die Nachbarschaftshilfe hat derzeit 131 Mitglieder, davon über 80 Aktive in den Projekten. Die Finanzen „sind geordnet“, sagte die Vorsitzende. Einnahmen in Höhe von 38 117 Euro stehen Ausgaben in Höhe von 29 755 Euro gegenüber. Das Plus von 8362 Euro sei „Dank größerer Spenden“ entstanden. Der Betrieb der Tafel und die Sonderausgaben etwa zu Weihnachten wären ohne Spenden nicht möglich.

Die Bilanz der Tafel – Träger ist die Nikolaistiftung der Stadt – stellte der stellvertretende NBH-Vorsitzende Norbert Döring vor. Insgesamt 45 Helferinnen und Helfer waren rund 5000 Stunden für die Lebensmittelausgabe tätig. Um die bereitgestellten Waren (34 Tonnen) zu organisieren, war das Tafel-Auto 4000 Kilometer unterwegs. Zu den 20 regelmäßigen Tafelspendern gehören Geschäfte aus Dorfen und Umgebung sowie Vereine und Privatpersonen. Für die Tafel gab es 197 Berechtigungskarten, berichtete Döring. In den jeweiligen Haushalten leben 365 Menschen. Im Jahresschnitt kamen wöchentlich 58 Abholer. Rund 150 Menschen wurden dadurch jede Woche mit Lebensmitteln unterstützt. Zeitweise gab es 2016 „aufgrund der hohen Nachfrage“ zwei Ausgabetage.

Der Helferkreis Demenz „Zeit für Sie“ ist ein niederschwelliges Betreuungs- und Entlastungsangebot der NBH, das es seit 2012 in Dorfen gibt. Betrieben wird der Helferkreis Demenz von einer Gruppe aus zwölf geschulten Laien, die Demenzkranke im häuslichen Bereich stundenweise betreuen. Die Helfer sind speziell ausgebildet und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Geleitet wird der Helferkreis von Sozialpädagogin Susanne Dörr, die zudem begleitende Fachkraft ist. Sie stellte die Einsatzbilanz 2016 vor. Es gab 429 Einsätze (insgesamt 1020 Stunden). Davon waren 332 Einsätze (867 Stunden) durch die Helfergruppe und 97 Einsätze (153 Stunden) durch eine begleitende Fachkraft erbracht worden. Durch das Angebot werden pflegende Angehörige entlastet und die Erkrankten bei der Stärkung individueller Fähigkeiten und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unterstützt, erklärte Dörr. Das soll einen Verbleib zuhause ermöglichen, solange dies sinnvoll ist.

Die Einsatzstatistik der Nachbarschaftlichen Hilfe stellte Mittermaier vor. Sie berichtete von 588 Einsätzen mit 906 Stunden, die von 23 Helfern geleistet wurden. Dabei waren unter anderem Hilfe im Haushalt (210 Stunden), Seniorenbetreuung (225 Stunden) und Begleitung/Fahrdienste (266 Stunden). Zu den Hilfen gehören etwa Begleitungen, Besuche und Arbeiten im Haushalt oder Garten sowie stundenweise Kinderbetreuung oder Hilfe in Notsituationen, etwa wenn die Mutter erkrankt ist.

Hermann Weingartner

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