Von hier kam die Flut: die vom Seebach überschwemmte Straße nach Esterndorf, etwa 150 Meter von der betroffenen Siedlung entfernt.
+
Von hier kam die Flut: die vom Seebach überschwemmte Straße nach Esterndorf, etwa 150 Meter von der betroffenen Siedlung entfernt.

Überflutungen in Oberdorfen

Forstmaier pocht auf Sturzflut-Konzept

  • VonTimo Aichele
    schließen

Das Dorfener Komzept für „Sturzflut-Risikomanagement“ ist seit 2018 beschlossene Sache - liegt aber noch nicht vor. Bei den Überflutungen am Montag wäre es wohl wertvoll gewesen.

Dorfen – Der Dorfener Hochwasserreferent Gerald Forstmaier zeigt sich „völlig schockiert von der Intensität, der Wucht und der Zerstörungskraft der Hochwassers“, so der GAL-Stadtrat in einer Pressemitteilung zu den Überflutungen vom Montag. Die Stadt Dorfen könne nicht für entstandene Schäden aufkommen, habe aber die Pflicht, Wohnverhältnisse zu schaffen, in denen Bürgerinnen und Bürger weitgehend sicher leben können.

Es sei daher nun „höchste Zeit, das Thema ,Hochwasserschutz für Sturzfluten‘, und insbesondere Vorsorge- und Lösungskonzepte für den Siedlungsbereich in Oberdorfen im Stadtrat zu behandeln und zeitnah umzusetzen“.

Die GAL-Fraktion hatte zuletzt im Juli an das bereits 2018 beschlossene „Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement“ erinnert. „Die Starkregenkarte wird dem Umwelt- und Klimaausschuss spätestens imOktober vorgestellt“, versprach Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) daraufhin.

Forstmaier argumentiert nun erneut für die Dringlichkeit: „Es gibt Einzelregenereignisse und Sturzfluten, die man als Mensch nie vorhersagen und beherrschen können wird.“ Man könne aber Schutzmaßnahmen erarbeiten. Mit dem schnell fortschreitenden Klimawandel würden solche Extremereignisse sicher noch zunehmen.

Den vielen Helfern sagt der Hochwasserreferent „ein großes, großes Dankeschön für dieses selbstlose Engagement und die Hilfsbereitschaft“.. In der Siedlung Am Seebach in Oberdorfen habe er Kühlschränke in den Kellern schwimmen und von den Wassermassen herausgerissene Türstöcke gesehen. Verzweifelte Bewohner hätten in den Fluten Erinnerungsstücke für immer verloren und große Schäden zu beklagen gehabt. Aufgrund des Tempos, mit dem Kellerräume bis zur Decke geflutet wurden, könne man von Glück sprechen, dass niemand ertrunken sei.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare