Fortschritt wird jährlich dokumentiert

Daten zur Dorfener Energiewende

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 Wie schreitet die Energiewende in Dorfen voran? Das will Umweltreferent Gerald Forstmaier (GAL) wissen. Er brachte das Thema per Antrag in den Umwelt-, Natur- und Klimaausschuss des Stadtrates.

Dorfen– „Der Klimawandel birgt in seiner Gesamtheit eine große Gefahr für die Menschheit“, glaubt Forstmaier. Er wolle sehen, was sich in Zukunft in Dorfen tun werde. Drei Fragen möchte er einmal im Jahr beantwortet haben: „Wie ist der Fortschritt in der E-Mobilität? Wie sind die Entwicklungen im Bereich des Wärmesektors? Wie ist die Entwicklung im Stromsektor?“ Er erwarte sich deutliche Maßnahmen zur CO2-Reduzierung, sagte Forstmaier. Man müsse bis 2030 auf Neutralität kommen. „Es geht um die Lebensmöglichkeiten in Europa. Wir müssen was machen, und wir können was machen“, so sein Appell.

Dieser Meinung war auch Michael Oberhofer (CSU): „Wir können so nicht weitermachen. Wir müssen einfach schauen: Was können wir in der Zukunft machen? Und dabei geht es nicht um grüne Politik oder irgendwelche Labels.“ Die E-Mobilität betrachtet Oberhofer durchaus kritisch. Fortschritte beim Thema Wärme habe man selbst in der Hand, zum Beispiel bei Gebäudesanierungen oder energetischen Daten bei Neubauten. „Ich bin dankbar für den Antrag, da kann keiner Nein sagen“, stellte Oberhofer fest.

„Was ist die Verwaltung in der Lage, zu schaffen?“, fragte Vize-Bürgermeister Günther Drobilitsch (Gemeinwohl Schwindkirchen), der die Sitzung leitete. Er sieht beim Thema Wärme ein Problem – speziell bei der Gebäudesanierung. „Wo, wie, wer etwa ein Gebäude gedämmt hat, dürfte schwierig zu erfassen sein“, meinte Drobilitsch, „obwohl es interessant wäre“. Forstmaier entgegnete: „Das soll kein Pferdefuß für die Verwaltung sein. Wir sollten einfach versuchen, das Maximale herauszuholen.“

„Bei der E-Mobilität sollte es kein großes Problem sein, Daten zu erheben und den Verlauf darzustellen“, sagte Anita Herbst, Leiterin des Umweltamts. Was die dezentrale Energieversorgung betrifft, so sei man dabei, Grundstrukturen zu sammeln. Ein Problem sieht sie bei der Datenerhebung bei Gebäudesanierungen: „Hier braucht man zum Beispiel keine Genehmigung, wenn man die Heizung erneuert.“ Das gebe nur einen sehr eingeschränkten Blick wieder. Strom wiederum sei kein Problem. Hier könnte die Stadt die Daten von den Stadtwerken bekommen.

Man könne die Gebäudesanierung rauslassen, schlug Sebastian Sperr (CSU) vor, während Michaela Meister (SPD) meinte, man kenne ja zumindest die Daten der städtischen Gebäude und Einrichtungen.

„Ich kann mit dem Begriff Nachhaltigkeit auch nichts anfangen. Manche bauen nachhaltige Parkplätze“, meinte Heiner Müller-Ermann (SPD) in Richtung Oberhofer. „Enkeltauglichkeit wäre der richtige Ausdruck.“ Und Müller-Ermann schlug noch vor, zum Beispiel auch Stromsparkampagnen zu machen. Martin Bachmaier (CSU) störte sich grundsätzlich am Begriff Energiewende. „Es geht doch darum, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.“ Für ihn heiße Energiewende: „Tausche Diesel gegen E-Auto.“ Forstmaier sieht die Energiewende als Überbegriff: „Da gehört alles mit rein.“

Die Stadträte im Ausschuss einigten sich schließlich einstimmig auf die Formulierung: „Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, jährliche Datenerhebungen zum Fortschritt des Klimaschutzes in Dorfen durchzuführen und diese jährlich in einer Sitzung des Umwelt-, Natur- und Klimaausschusses darzustellen.“

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