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Die Grünen-Kandidten Ulli Frank-Mayer (Landt ag) und Stephan Glaubitz (Bezirkstag).

Kandidatennominierung

Frank-Mayer kandidiert für den Landtag

Die Dorfener Stadträtin Ursula Frank-Mayer ist zur Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl im kommenden Jahr gewählt worden.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – „Warum nicht als Erststimmenkandidatin für die Grünen“ 2018 antreten? Das ist die Auffassung der Dorfener GAL-Stadträtin Ulli Frank-Mayer. Die Grünenpolitikerin stellte sich bei der Aufstellungsversammlung des Kreisverbands Bündnis 90/Die Grünen am Montagabend in der ESC-Gaststätte als Direktkandidatin für die Landtagswahlen zur Verfügung. Stephan Glaubitz aus Walpertskirchen präsentierte sich als Direktkandidat für die Bezirkswahl.

Als einen „Ritt durch alle Themen“ bezeichnete die Kreisvorstandssprecherin Helga Stieglmeier die Reden. Die Kandidaten seien Grüne mit Leib und Seele: „Da steckt Herzblut dahinter.“ Beide wurden von den anwesenden Mitgliedern einstimmig gewählt. Frank-Mayer (59) ist seit 2008 Stadträtin und seit 2014 Kreisrätin, stellvertretendes Mitglied im Kreistagsausschuss für Bauen und Energie sowie für Bildung und Kultur. Seit 1984 wohnt sie in Dorfen. Realistisch schätzt sie ihre Chancen, ein Landtagsmandat zu erringen, „nicht so groß ein“. Dennoch will die Dorfenerin ihre Kandidatur mit aller Ernsthaftigkeit wahrnehmen. Es gehe dabei nicht um die eigene Karriere, „es geht um die Sache“ grüner Politik.

In ihrer Rede streifte Frank-Mayer alle Kernthemen der Grünen. Etwa „klar Kante gegen Rechts“ und „Null Toleranz“ bei Gewalt gegen Frauen. Wohnen sei keine Ware, sondern ein Grundrecht für alle und müsse bezahlbar bleiben. Die Grüne fordert gerechten Lohn und eine Gesellschaft, in der nicht beide Elternteile arbeiten müssten. Bildung, Soziales, Bayern brauche eine familienfreundlichere Politik. Es gelte auch, Initiative zu ergreifen für eine bezahlbare Pflege. Die Jugend dürfe man in ihren Aktivitäten nicht ausbremsen und die Jugendarbeit müsse deutlich intensiviert werden. „Verheerend und beschämend“ sei die Integrations- und Flüchtlingspolitik der CSU-Landesregierung und des Landrats, ein No-Go“ Abschiebungen nach Afghanistan, schimpfte die Grüne. Zum Verkehr sagte Frank-Mayer, die dritte Startbahn sei schlicht „unnötig“ genauso wie eine B 15 neu als Autobahn. In der Landwirtschaft müsse man auf dem Weg zur ökologischen Agarwende neue Pfade gehen, „zusammen mit den Bauern“. Sie nur als Sündenböcke zu verteufeln, sei nicht gerecht.

Der Walpertskirchener Stephan Glaubitz (54) ist seit 1982 bei den Grünen, seit 1992 im Kreisvorstand, Mitglied im Kreistagsausschuss für Bildung und Kultur und Stellvertreter im Jugendhilfeausschuss. Er unterstütze die Themen seiner Parteikollegin. „Der Bezirk macht viele gute Sachen“, weshalb er sich in dem Gremium engagieren wolle. 

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