Josef Jung ist Fraktionschef derÜWG-Stadtratsfraktion.

ÜWG-Forderung

Freibad und Sportanlagen raus aus Dorfen

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Der Siedlungsdruck auf Dorfen ist groß. Nicht nur Wohnraum ist knapp. Auch die Freizeit- und Sporteinrichtungen werden zu klein. Die ÜWG fordert die Stadt zum Handeln auf – es brauche ein Zukunftskonzept.

Dorfen – Die Sportplätze sind zu klein, das Schwimmbad ist aus dem Jahr 1965. Für den ÜWG-Stadtratsfraktions-chef Josef Jung hinkt Dorfen in vielen Bereichen hinter anderen Kommunen hinterher. „Es kann nicht sein, dass vielen Dorfener Familien nach Taufkirchen ins dortige Waldbad fahren müssen, nur weil dort alles größer und besser ist“, sagte Jung bei einer Infoveranstaltung der Dorfener ÜWG. Es sei längst überfällig, dass auch im Bereich der Sport- und Freizeitmöglichkeiten ein Konzept für die Zukunft erarbeitet werde.

So ist es für Jung unerlässlich, sich mit der Verlagerung von Schwimmbad und Sportanlagen auseinanderzusetzen. An der jetzigen Stelle seien keine Erweiterungen mehr möglich, also müsse man nach Möglichkeiten suchen, wo es für die Einrichtungen geeignete Flächen gebe. Auch die Tennisplätze sollten an einen anderen Standort verlagert werden, dann gäbe es größere Freiflächen für das Dorfener Volksfest. „Wenn in Kürze das Volksfest beginnt, dann ist das Gejammer wieder groß, das alles so klein ist,“ Jungs Vision: Bis 2025 muss der Stadtrat hier eine Lösung gefunden haben. Ein klares Bekenntnis legte Jung aber zum weiteren Wachstum der Stadt ab. Die Stadt müsse neue Baugebiete ausweisen und jungen Familien kostengünstige Grundstücke zur Verfügung stellen.

Zur Zurückhaltung rät Jung bei der Überplanung des Areals der ehemaligen Ziegelei Meindl. Die Stadt solle hier nicht „mit einer Umwandlung zum Mischgebiet in Vorleistung gehen, wenn wir nicht wissen, was hat der Grundstücksbesitzer vor“. Dadurch würde das Grundstücksareal „enorm aufgewertet“ und der Verkaufspreis entsprechend in die Höhe getrieben. Vielmehr müsse die Stadt versuchen, auf dem Areal auch eigene Vorstellungen „klug“ zu verwirklichen. Eine Planung müsse gemeinsam von Grundstücksbesitzer und Stadt erfolgen. Jung schwebt hier vor, dorthin etwa den städtischen Bauhof und die Stadtwerke auszulagern. Dann würden größere, innenstadtnahe Flächen für den Wohnungsbau frei.

Für dringend notwendig hält es Jung auch, verarbeitendes Gewerbe nach Dorfen zu bringen. Dem Bau eines Parkdecks in der Stadt lehnt die ÜWG ab. Jung glaubt, eine „bessere Ausschilderung“ mit Verweis auf kostenlose Parkplätze am Volksfestplatz würde die Parksituation in der Stadt entschärfen.

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