Martine Driessen ist städtische Jugendpflegerin in Dorfen. Foto: Weingartner

Jugendarbeit

Freizeitangebote werden gut angenommen

Mit einem Anteil von 20 Prozent Kinder und Jugendlicher ist Dorfen eine junge Stadt – auch durch den Zuzug. Jungen Menschen wird einiges geboten. Erste Einrichtungen klagen aber bereits über Platzprobleme.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Für die Stadt kümmert sich Martine Driessen als Gemeindejugendpflegerin um die Belange der jungen Dorfener. Unterstützt wird sie durch die Jugendreferentin des Stadtrates, Michaela Meister (SPD) und Streetworker Andreas Götz (Brücke Erding). Driessen informierte den Stadtrat jetzt aktuell zur „vielseitigen und vielfältigen Jugendarbeit“ in der Stadt. Die Jugendarbeit in Dorfen basiere auf drei Säulen, erklärte Driessen. Dies sei die Kinder- und Jugendarbeit mit dem Offenen Jugendtreff (OJT) und der Verbands- und Vereinsjugendarbeit mit sozialorientiertem Ansatz. Die Jugendhilfe mit der Mobilen Jugendhilfe (Streetworker Götz) habe einen problemorientiertem Ansatz, die kommunale Gemeindejugendpflege einen gemeinwesenorientiertem Ansatz.

Der OJT (Leiter Peter Fischl, Brücke Erding) ziele auf Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren ab, wobei Besucher ab acht bis 22 Jahren kämen, sagte Driessen. Der Treff sei ein alternatives Freizeitangebot zu Vereinen auch im Rahmen von Gewalt- und Suchtprävention. Ein Standortschwachpunkt sei, wie beim Jugendzentrum (JZ), die Nähe zur umliegenden Wohnbebauung. Der OJT werde gut angenommen und drohe zu klein zu werden.

Einen ganz wesentlichen Anteil in der Jugendarbeit leisteten die Verbände und Vereine, sagte Driessen. Ihr vielfältiges und breites Angebot orientiere sich an der Art des Vereins. Das selbstverwaltete JZ solle eine ständige und vorurteilsfreie Begegnungsstätte aller Jugendlichen darstellen, wo die Jugend ihre Lebensumstände selbst erkennen und gestalten könne. Sie sei „stolz“, sagte Driessen, dass Dorfen einer der wenigen Orte mit einem noch selbstverwalteten Jugendzentrum sei. „Da stehe ich voll dahinter.“

Um die Mobile Jugendhilfe kümmert sich seit 2008 Streetworker Götz, berichtete die Jugendpflegerin. Seine Schwerpunkte seien Gewaltprävention, Beratung von Jugendlichen und Angehöriger sowie Kommunen. Götz gehe dahin, wo sich die Jugendlichen aufhalten. Ihre eigene Aufgabe beschrieb Driessen vor allem mit der Steuerung, Planung, Koordinierung und Vernetzung der Jugendhilfen. Sie unterstütze die Stadtverwaltung und verschiedene Partner in der Jugendarbeit. Driessen schloss: „Es macht Spaß und ich bin immer noch mit Begeisterung dabei.“

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