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Schattenspender statt Regenschutz: Die großen Sonnenschirme vor der Gewandhausbühne wurden angesichts des tollen Wetters gerne zweckentfremdet. 

Frühlingsmarkt-Premiere 

Der Lenz bringt Leben nach Dorfen

„Wir haben den Frühling eröffnet!“, freut sich Peter Feller, Mitveranstalter des ersten LenzKulturmarktes in Dorfen. Er blickt auf eine Woche mit idealem Wetter zurück, das für großen Zulauf sorgte.

Dorfen – Eine Woche lang – von Ostersonntag bis gestern Abend – tummelten sich Besucher jeden Alters auf dem Unteren Markt, wo Musik und Mode, Kulinarisches und Kultur geboten waren. Von der Premiere des Frühlingsmarktes „Der Lenz“ waren nicht nur die Besucher begeistert. Sie strömten auch aus den umliegenden Landkreisen herbei. Die Musikgruppen, die auf der Gewandhausbühne und im Jakobmayer-Saal spielten, hatten ebenfalls ihre helle Freude.

Rock-Coversongs gab Leon Kazander am Samstag Nachmittag zum Besten

Die Mitglieder der englischen Band The Pretty Things, die ihr Publikum im Jakobmayer in die 60er und 70er zurückversetzt hatten, blieben nach dem Auftritt einen Tag länger als geplant in Dorfen, um die Lenz-Stimmung zu genießen. Und die Gruppe Oxnfiesl feierte nach ihrer Show auf der Gewandhausbühne derart intensiv, dass sie sich später nach Hause fahren lassen musste.

Großes Modelcasting des Gewandhauses Gruber beim Lenz: Als Hauptpreis war ein professionelles Fotoshooting zu gewinnen. Das Publikum und eine Jury entschieden gemeinsam. Hier präsentierten sich die Damen - und zwei Herren- in Tracht.

Viel geboten war auch für Kinder. Mit Unterstützung des Gewandhauses Gruber bot das Sinnflut-Team ein buntes Programm mit Clown, Luftballon-Modellierer, Zauberer und zwei kleinen Zirkussen. In der Jury für das Modelcasting am Samstag saßen dann alle Mitveranstalter zusammen. Neben Sinnflut-Organisator Börnie Sparakowski und dem Förderkreis-Vorsitzenden Stefan Tremmel bewertete auch Hugo Gruber die 40 Modelanwärter. „Der Lenz ist eine großartige Sache, die Dorfen belebt“, sagte der Unternehmer. „Ich würde mich freuen, wenn hier auch nächstes Jahr wieder eine Gewandhausbühne stehen würde.“ Grubers Engagement geht eine jahrelange Zusammenarbeit mit dem Sinnflut-Team in Erding voraus.

Auch die Besitzer der Imbiss- und Warenstände zogen eine überwiegend positive Bilanz, allerdings sei der Umsatz an den Werktagen nicht mit dem der Erdinger Sinnflut zu vergleichen.

Feller betonte, dass vor allem Dorfener Händlern ein Standplatz am Unteren Markt angeboten worden sei. Günni Sattler, der in „Günnis Hüttenzauber“ Würste und Steaks von der Metzgerei Widl in Semmeln von Martin’s Backstube verkaufte, sagte: „Ein regelmäßiger Lenz wäre für Dorfen eine sehr gute Institution.“

Das Publikum stimmte dem zu, wenn auch Besucher aus Taufkirchen anmerkten, es sei zu wenig Werbung gemacht worden. Immer wieder wurden die kulinarischen Köstlichkeiten aus unterschiedlichen Nationen gerühmt, und es kam der Wunsch nach mehr Ständen auf. Auch einem Gast aus dem schwäbischen Oettingen, der sich zufällig in Dorfen aufhielt, gefiel das Ambiente: „Hier kommt alles sehr gemütlich rüber. Ein Highlight sind die urigen Fachwerkhütten.“

Feller resümiert: „Wir haben viele Erfahrungswerte gesammelt. Die Öffnung bereits um 12 Uhr werden wir nicht beibehalten. Generell ist eine Neuauflage des Lenz wesentlich von den Standbesitzern abhängig, bei ihnen muss der Umsatz stimmen.“ Erfreulich nannte es Feller, dass es keine Zwischenfälle gegeben habe: „Das macht die Atmosphäre aus, die uns auch von einem Volksfest unterscheidet.“

Jetzt wird abgebaut. Voraussichtlich am Dienstag sind die Parkplätze am Unteren Markt wieder frei. Fabian Holzner

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