Auf Wanderschaft: Renate Emehrer erklärte in ihrer Predigt ihren Wunsch, kranken Menschen zu helfen.
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Auf Wanderschaft: Renate Emehrer erklärte in ihrer Predigt ihren Wunsch, kranken Menschen zu helfen.

Wechsel der Dorfener Pastoralreferentin

„Für Menschen in ihren Nöten“: Renate Emehrer wird Klinikseelsorgerin in Taufkirchen

  • VonTimo Aichele
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Seit 13 Jahren ist Renate Emehrer Pastoralreferentin in Dorfen. Nun sucht sie eine neue berufliche Herausforderung: Zum 1. September tritt die 55-jährige Dorfenerin ihre neue Stelle als Klinikseelsorgerin am kbo-Klinikum Taufkirchen an.

Dorfen – „Da schließt sich für mich ein Kreis. Denn vor dem Theologiestudium hatte ich eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht“, erzählt Emehrer. Mit zwei Gottesdiensten haben sich nun die katholischen Pfarrgemeinden Dorfen und Oberdorfen feierlich von ihrer langjährigen Pastoralreferentin verabschiedet. Noch bis zum Ende des Schuljahres ist sie in Dorfen tätig, auch als Religionslehrerin an der Grundschule Nord.

Ihr Mann Toni Emehrer ist ebenfalls Pastoralreferent, im Pfarrverband Holzland. „Wir haben uns im Studium kennengelernt“, erzählt die Seelsorgerin. Nun leben sie mit ihren vier Kindern zusammen in Dorfen.

In den Dankgottesdiensten stellte Emehrer in ihrer Predigt das Tagesevangelium von der Aussendung der Jünger in den Mittelpunkt – mit nichts ausgestattet als dem Wanderstab und mit der Vollmacht, das Wort Gottes zu verkünden. Mit dem Wanderstab als sichtbarem Zeichen ihrer „Wanderschaft“ im Dienst des Evangeliums erläuterte die Pastoralreferentin, was sie bewogen habe, jetzt zu einem neuen Ziel aufzubrechen und in erster Linie Kranken zu helfen. Darin liege auch der Auftrag Jesu.

Eine Ballade zum Abschied trugen Rudi und Cilli Moser beim Stehempfang in Dorfen vor.

„Ich habe den Wunsch, noch mehr für Menschen in ihren Nöten da zu sein“, sagt die 55-Jährige. Diese Erfahrung habe sie zum Beispiel im Beerdigungsdienst gemacht. Im kbo-Klinikum wolle sie auch Angehörige und Mitarbeiter begleiten.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden von Dorfen und Oberdorfen, Wolfgang Lanzinger und Thorsten Berner, sprachen Dankesworte und überreichten zusammen mit Pfarrer Szczepan Matula Geschenke, unter anderem einen Pfirsichbaum, ähnlich demjenigen im Dorfener Pfarrgarten, der direkt vor Renate Emehrers Bürofenster wächst. In Dorfen lud der Pfarrgemeinderat zu einem Stehempfang in den Pfarrsaal ein. Zu ihren Ehren trugen Rudi und Cilli Moser eine musikalische Ballade vor, das Volkslied „Mein Vater war ein Wandersmann“, von Lanzinger passend umgedichtet.

Renate Emehrer war im Pfarrverband Dorfen unter anderem für die Erstkommunionvorbereitung zuständig, für die Betreuung der Kindergottesdienst- und Wortgottesdienst-Teams, für Familiengottesdienste, Bibelgespräche und Exerzitien im Alltag. Noch ist unklar, wann ihre Stelle wiederbesetzt wird.

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