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Das Dorfener Sparschwein füllt sich langsam. Derzeit hat die Stadt trotz hoher Investitionen über sechs Millionen Euro liquide Mittel.

Haushalt-Halbzeitbilanz

„Fulminante“ Gewerbesteuerquelle

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Über Geld spricht man nicht, man hat es. Für die Stadt Dorfen galt meist der zweiten Halbsatz „man hat es nötig“. Langsam ist das nicht mehr automatisch so.

Dorfen – Dorfen schwimmt zwar immer noch nicht im Geld, hat hohe Schulden. Aber die Einnahmen steigen kontinuierlich an. In diesem Jahr liegen die Einnahmen der Gewerbesteuer bereits um über 700 000 Euro über den Erwartungen. Damit hat die Stadt anstatt der geplanten 4,4 Millionen Euro bereits über fünf Millionen Euro eingenommen. Auch wenn immer noch etwas schief gehen kann, etwa durch Steuerausfälle aufgrund von Firmenpleiten, findet Bürgermeister Heinz Grundner das Halbjahresergebnis „fulminant“.

Haushalt liegt „voll im Plan“

Wie der Stadtchef im Finanzausschuss des Stadtrates bei der Halbjahresbilanz sagte, sei Dorfen „leistungsfähig, trotz stolzer Investitionstätigkeit“. Wie gut die Stadt finanziell dastehe, sei auch daran ersichtlich, dass man immer noch über 6,4 Millionen liquide Mittel verfüge. Laut Finanzverwaltungsleiterin Maria Bauer liegt der Haushalt „voll im Plan“. Dabei ist der Haushalt 2019 ein Haushalt der Rekorde.

Hohen Investitionen

So sind allein beim Straßenbau Erschließungskosten von etwa 1,6 Millionen Euro zu schultern. 300 000 Euro werden A 94-Lärmschutzmaßnahmen bei Schwindkirchen kosten. Für die auf 1,6 Millionen Euro taxierte Umgestaltung der B 15-Ortsdurchfahrt sind heuer 300 000 Euro eingeplant. Die Generalsanierung des Geh- und Radweges über den Isenflutkanal wird auf 210 000 Euro geschätzt. Weitere 320 000 Euro sollen in eine barrierefreie Innenstadt investiert werden. Für die Beseitigung des Bahnübergangs bei Lappach muss Dorfen aufgrund gesetzlicher Regelungen 400 000 Euro bezahlen. Zusätzliche Fahrradständer am Bahnhof schlagen mit 180 000 Euro zu Buche. In den Hochwasserschutz in Dorfen und Schwindkirchen werden 1,1 Millionen Euro gesteckt. Für Kanalerneuerungen sind 400 000 Euro eingeplant. Für den Bauhof sind Anschaffungen in Höhe von über 400 000 Euro vorgesehen, Aufwendungen für die zehn Feuerwehren machen 267 000 Euro aus. Darin enthalten ist ein neues Fahrzeug für die Dorfener Stützpunktfeuerwehr. 384 000 Euro Investitionskostenzuschuss für Renovierung und Umbau wird die Stadt aufgrund eines geschlossenen Defizitvertrages an das Kinderhaus in Kloster Moosen bezahlen, das seit 2017 vom Seraphischen Liebeswerk betrieben wird.

Lesen Sie auch: Investioren sollen nicht nur kassieren

Über 10 Millionen Einkommenssteueranteil

Die größte Einnahmequelle der Stadt ist der Einkommenssteueranteil mit geschätzten 10,7 Millionen Euro. Das sind um über eine halbe Million Euro mehr als im Vorjahr. Hier ist bei der Zwischenbilanz noch ein Fehlbetrag von 8,1 Millionen Euro ausgewiesen. Allerdings nicht, weil ein großer Einbruch erfolgt wäre, sondern weil erst das Geld für das erste Quartal bei der Stadt eingegangen ist.

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