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Die Vorteile eines Energiesparhauses erklärt Gerald Forstmaier (M.) Bürgermeisterkandidat Dominik Rutz (l.) und Stadträtin Ursula Frank-Mayer.

GAL-Rundfahrt im Landkreis

Grüne Energiewende mit Photovoltaik

Dorfens GAL unternahm eine Presserundfahrt durch den Landkreis – um zu zeigen, dass nachhaltige Energiegewinnung bereits jetzt funktioniert.

Dorfen Dorfens Grün-Alternative Liste (GAL) setzt sich seit langem für Klimaschutz auf kommunaler Ebene ein. Was im Stadtrat zunächst belächelt wurde, zeige mittlerweile Wirkung, sagte Umweltreferent Gerald Forstmaier. Am Freitag lud die GAL zu einer Pressefahrt ein. „Anhand von drei konkreten Beispielen möchten wir zeigen, wo die grüne Energiewende im Gemeindegebiet bereits jetzt funktioniert“, erklärte Stadträtin Ursula Frank-Mayer. „Wir haben enorm viel Expertenwissen in den eigenen Reihen.“

Die Tour begleitete auch Landratskandidat Hans Schreiner sowie die Bürgermeisterkandidaten Maria Feckl aus Forstern, Florian Geiger aus Isen und Dominik Rutz aus Wartenberg.

Windkraft rentiert sich bei uns nicht

Erste Station: Die Photovoltaik-Freiflächenanlage in Kirchasch, die seit acht Jahren in Betrieb ist. Manfred Groh, promovierter Physiker und Dorfener Stadtratskandidat der GAL, meinte: „In den kommenden zehn Jahren muss die Erzeugung von Strom zu hundert Prozent auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Allen voran durch den Einsatz von Photovoltaik.“ Selbst an trüben Tagen könne Energie gewonnen werden. Von Windkraftanlagen im Gemeindegebiet riet Groh ab: „Das rentiert sich bei unserem Windaufkommen nicht.“

„Auf der Fläche längs der A94 könnte eine große PV-Freiflächenanlage errichtet werden“, meinte Schreiner. Forstmeier ging sogar noch weiter. „Alle kommunalen Gebäude und Einrichtungen sollten mit PV-Aufdachanlagen ausgestattet werden.“

Holz besser als Beton

Forstmaier selbst setzte vor 18 Jahren auf eine energieeffiziente Bauweise. Schon damals legte er bei Konstruktion und Bau seines Energiesparhaus in Dorfen Wert auf Solarenergie und Wärmedämmung. Dabei betonte er, dass der Einsatz von Holz günstiger und zusätzlich klimafreundlicher wäre: „Beton ist ein Klimakiller mit einem immensen CO2-Ausstoß bei der Produktion.“

Der dritte Punkt, bei dem die GAL Umdenken fordere, sei die Mobilität. Hier setzen die Dorfener Grünen auf E-Autos statt PS-starker SUV. Forstmaier: „Wir haben nun mal nur einen Planeten.“

Michaele Heske

Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis Erding, haben wir für Sie in unserem Überblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Alle weiteren Hintergrundberichte finden sie auch auf unserer Themenseite zu den Kommunalwahlen 2020 im Landkreis Erding.

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