1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Dorfen

Stadtwerke Dorfen: Gaspreis bleibt stabil, Strom wird teurer

Erstellt:

Von: Michaele Heske

Kommentare

Die Energiepreise sind ein Thema, das seit Monaten existenzielle Ängst bei vielen Kunden auslöst. Klaus Steiner, Geschäftsführer der Stadtwerke Dorfen
Die Energiepreise sind ein Thema, das seit Monaten existenzielle Ängste bei vielen Kunden auslöst, sagt Klaus Steiner, Geschäftsführer der Stadtwerke Dorfen. © mhe

Die Stadtwerke Dorfen informiert Bürger mit einem Schreiben über gestiegen Energiepriese, Geschäftsführer Steiner betont in der Bürgerversammlung, die Stadtwerke seien immer noch noch günstigster als andere Anbieter der Region.

Dorfen – Post von den Stadtwerken lag am Freitag und Samstag in den Briefkästen der Dorfener. In dem Schreiben steht, dass die Grundversorgung für Gas über den Jahreswechsel 2023/2024 gleich bleiben werde, der Strompreis ab 2023 aber angehoben werden müsse. „Die Energiepreise sind ein Thema, das seit Monaten existenzielle Ängste bei vielen Kunden auslöst“, erklärt Geschäftsführer Klaus Steiner. Deshalb nahm er in der Bürgerversammlung im Jakobmayersaal Stellung dazu, erklärte in verständlichen Worten den aktuellen Stand.

Die gute Nachrichten vorneweg: „Auch nach der Preiserhöhung sind die Stadtwerke Dorfen der preisgünstigste Anbieter in der gesamten Region“, so Steiner. Dennoch gebe es auch für die Isenstadt eine Strompreissteigerung, bedauerte er. „Der Arbeitspreis in der Grundversorgung Strom wird um 9,19 Cent pro Kilowattstunde auf 48,79 Cent angehoben. Der Grundpreis von 14,88 Euro bleibt aber unverändert.“

Bei einem Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden (kWh) beträgt die jährliche Mehrbelastung 229,75 Euro – 19,14 Euro mehr werden im Monat fällig, so seine Rechnung. „Auch wenn die Preissteigerungen sehr hoch sind, stehen die Kunden der Stadtwerke im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden in der Region sehr gut da“, verglich Steiner. Bei den Kraftwerken Haag erhöht sich der Preis im direkten Vergleich um 344,19 Euro, Bauer in Buchbach und die Gemeindewerke Taufkirchen würden ebenfalls deutlich höhere Preise verlangen. „In Dorfen haben die Kunden von unserer vorsichtigen und langfristig angelegten Beschaffungsstrategie profitiert.“

Energiepreisbremse – ein Schlagwort, mit dem viele Menschen nichts anfangen können. „Ich bin eigentlich kein großer Freund der Energiepreisbremse“, sagte er mehrmals während seines Vortrags, doch es sei die einzige Entlastung, die der Staat biete. Steiner erläuterte: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Entlastungsmaßnahme im Bereich der Gaspreise in Kraft getreten, die regelt, dass Haushalte und kleinere Gewerbekunden kurzfristig entlastet werden, indem sie für den Monat Dezember 2022 im Januar 2023 eine staatliche Soforthilfe erhalten, die sich an den monatlichen Abschlägen orientiert.“ Die Höhe der Soforthilfe berücksichtige dabei auch mögliche Gaspreissteigerungen zum Jahresende: „Sie entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember gültigen Gaspreis.“

Geplant, aber noch nicht in Kraft gesetzt, sind die Preisbremsen für Gas, Fernwärme und Strom. Grundsätzlich funktionieren alle drei Preisbremsen nach demselben Prinzip: Für 80 Prozent der prognostizierten Jahresverbrauchsmenge (im Normalfall entspricht das dem Vorjahresverbrauch) ist der verbrauchsabhängige Arbeitspreis gedeckelt auf 12 Cent pro Kilowattstunde beim Gas, 9,5 Cent/kWh bei der Fernwärme und 40 Cent/kWh beim Strom. „Die restlichen 20 Prozent sind mit dem vertraglich vereinbarten Preis zu vergüten. In aller Regel liegt dieser Preis über dem Preisdeckel. Damit ist ein echter Anreiz zum Energiesparen gegeben“, erklärte Steiner.

„Fakt ist jedoch, dass die geplanten, sehr kurzfristigen und komplexen Maßnahmen die gesamte Energiewirtschaft und auch die Stadtwerke Dorfen an ihre Grenzen führen“, erläuterte Steiner. „Wir werden aber auch weiterhin unser Bestes geben, damit wir alle miteinander gut durch diese Krise kommen“, versprach er.  mhe

Auch interessant

Kommentare