Genossenschaft

Gemeinsam für günstigen Wohnraum

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Anders wohnen in Dorfen: Das ist das Ziel einer Gruppe, die in der Isenstadt eine Wohnbaugenossenschaft gründen will. Dabei geht es nicht nur um bezahlbaren Wohnraum.

Dorfen – Seit Februar treffen sich Genossen, und solche die es werden wollen, alle vier Wochen: um sich näher mit dem Genossenschaftsmodell und der konkreten Umsetzung zu befassen. Fest steht, dass es nicht nur um gemeinsames Wohnen gehen soll.

Auch soziale und kommunikative Aspekte sollen bei einer Dorfener Wohnungsbaugenossenschaft eine wichtige Rolle spielen. Doch das Hauptproblem: Wo findet man in Dorfen ein entsprechendes Grundstück, das im Sinne eines Genossenschaftsmodells bebaut werden kann? Noch zeichnet sich hier keine Lösung ab. Aber: „Mut macht uns, dass uns der Stadtrat seine Unterstützung zugesichert hat. Deshalb setzen wir alles daran, dass wir Erfolg haben“, sagt Seppo Schmid, einer der treibenden Kräfte zur Gründung einer Wohnbaugenossenschaft.

Das Genossenschaftsmodell geht auf einen Antrag der Dorfener SPD zurück, die den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in der Stadt unter anderem durch eine Genossenschaft mildern will. Kürzlich war eine Delegation der Dorfener Wohnbaugenossenschaft in Gründung zu Besuch bei der NaBau eG in Landshut. Dort wurde das Projekt „Haus an der Isar“ besichtigt. Die 22 Wohnungen wurden Ende 2017 bezogen. „Eine gute Mischung der Bewohner war der genossenschaftlichen Baugruppe wichtig“, berichtet Schmid von dem Treffen: „Die Bewohnerschaft setzt sich somit aus Familien mit Kindern, Senioren und Menschen mit Einschränkungen zusammen.“

Diese lebten zusammen in zwei parallelen, auf Kommunikation ausgerichteten Wohnblöcken zusammen, die sich am östlichen Stadtrand Landshuts an der Isar befinden. Mit der NaBau eG aus Regensburg fanden die Initiatoren einen geeigneten Partner, mit dem sie das Projekt verwirklichen konnten. Für die Dorfener Gruppe ist die Wohnanlage ein Beispiel dafür, wie so ein Projekt in der Isenstadt aussehen könnte.

Spätere Bewohner sollen mitgestalten

Schmid: „Der Besuch in Landshut zeigte deutlich, dass genossenschaftliches Wohnen eine architektonisch attraktive und zugleich sozialverträgliche Wohnalternative darstellen kann: Jeder Bewohner, jede Familie hat einen eigenen Eingang, und doch entfaltet sich schon jetzt ein buntes Leben in den beiden Wohnblöcken, wie es in anderen Mietshäusern eine Seltenheit ist.“ Dabei seien die Wohnungen bezahlbar und wegen der Förderungsfähigkeit auch für Menschen mit geringerem Einkommen erschwinglich.

Die späteren Bewohner der Wohnanlage waren von Anfang an in die Planung einbezogen. Sie hatten und haben ein hohes Maß an Mitgestaltungsmöglichkeiten und verwalten ihr Wohnprojekt zum Teil selbst, wie es dem Selbstverständnis des genossenschaftlichen Projekts Leitbild für die Ladnshuter Hausgemeinschaft GeWoSchoen, „Haus an der Isar“ entspricht. Die Genossenschaftsmitglieder zahlen dauerhaft günstige Miete und haben ein unbeschränktes und vererbbares Nutzungsrecht an der Wohnung. Ziel des Vorhabens ist es, ein langfristiges, sicheres und kostengünstiges Wohnen zu ermöglichen, das von einer aktiven Nachbarschaft und dem Zusammenleben mehrerer Generationen geprägt ist.

Genosse werden

Dorfener, die sich für ein Wohngenossenschaftsprojekt in der Isenstadt interessieren, können sich unter der E-Mail Genossenschaft-Dorfen-in-Gruendung@gmx.de in den Verteiler für aktuelle Informationen aufnehmen lassen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Armin Weigel

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