Regionale Produkte und Karton-Recycling: die Tonwerk-Geschäftsführer Tobi Maier und Andi Wagner mit Mitarbeitern beim Verpacken.
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Regionale Produkte und Karton-Recycling: die Tonwerk-Geschäftsführer Tobi Maier und Andi Wagner mit Mitarbeitern beim Verpacken.

Gastonomie in der Corona-Pandemie

Tonwerk-Geschenkboxen helfen dreifach

  • Anton Renner
    vonAnton Renner
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Kreativ im Lockdown: Mit einer Geschenkaktion trotzt das Tonwerk der Pandemie. Die Geschäftsführer wollen damit auch regionalen Partnern und einem guten Zweck dienen.

Dorfen – Andere würden vermutlich ans Aufgeben denken. Das ist aber für Tobi Maier und Andi Wagner, beide Geschäftsführer des Dorfener Kunst- und Eventparks Tonwerk, keine Option. Durchhalten heißt die Parole. Und dabei mit gezielten Aktionen auch noch Gutes tun.

Gastronomie und Kultur stehen seit Beginn der Corona-Pandemie mit dem Rücken zur Wand. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurden Künstler und Gastronomen quasi mit einem Berufsverbot belegt. Davon in zweifacher Hinsicht betroffen ist der Dorfener Kunst- und Eventpark Tonwerk. Keine Veranstaltung, keine Gastronomie darf auf dem ehemaligen Meindl-Areal stattfinden.

„Da wir keine Gäste bewirten dürfen, haben wir uns was Spezielles einfallen lassen“, sagt Maier. Das Tonwerk bietet rechtzeitig zum bevorstehenden Winter und dem Weihnachtsfest Geschenk- und Glühweinboxen an. Diese können bequem im Online-Shop auf www.tonwerk-dorfen.de bestellt werden. Für Kunden bedeutet die Aktion, dass sie nicht nur das Tonwerk in dieser schwierigen Situation unterstützen, sondern auch noch deren regionale Partner und eine wohltätige Einrichtung.

Für die Aktion haben sich die Tonwerk-Geschäftsführer mit lokalen Partnern zusammengetan und alkoholische und nicht-alkoholische Boxen zusammengestellt. „Das Lokalprinzip ist uns immer ganz wichtig, da wir wissen, wie wichtig Regionalität sein kann in schwierigen Zeiten“, sagt dazu Wagner.

Und auch der Umweltgedanke spiele eine große Rolle. „Unsere Verpackungen bestehen aus gebrauchten Getränkekartons der letzten Wochen, die eigentlich im Müll gelandet wären. Diese sehen zwar nicht wirklich schön aus, aber wenn man den Hintergrund dazu weiß, gefallen sie einem umso mehr“, ist sich Maier sicher.

Das „Innenfutter“ besteht aus alten Eierschachteln, Zeitungen, Verpackungsmüll, all das, was ebenfalls im Müll gelandet wäre. Maier: „Wir verwenden somit nur Recyclebares als Verpackung. An diesem Punkt sparen wir uns knapp ein Euro pro Verpackung.“ Und mit diesem Euro wird Gutes getan. Das Geld wird an Weihnachten an eine lokale, wohltätige Einrichtung gespendet. Unisono sagen Maier und Wagner: „Da draußen gibt es viele Menschen, die es unabhängig von Corona oft noch viel schlimmer getroffen hat.“

Und noch eine Neuerung gibt es pandemiebedingt im Tonwerk: einen Drive-In. Von Donnerstag bis Sonntag gibt es jeweils von 17 bis 21 Uhr Pinsa, die im Sommer heiß begehrten Doagschifferl aus dem Pop-Up Biergarten. Die Pizza-Alternativen werden innerhalb von fünf Minuten frisch zubereitet. Im Gegensatz zur Pizza werden bei der Pinsa vier verschiedene Mehlsorten für den Teig verwendet. Maier: „Sie ist also nicht nur gesünder, sondern auch besonders bekömmlich.“

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