Ernst Giller rückt in den Stadtrat nach. 

SPD-Nachrücker

Giller zurück im Stadtrat

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Comeback nach elf Jahren: Ernst Giller zieht für die Dorfener SPD wieder in den Stadtrat ein. Er rückt für den verstorbenen Jakob Baumgartner nach. Im April wird Giller vereidigt.

Dorfen – Auf dem ersten Nachrückerplatz der Sozialdemokraten steht eigentlich Martin Mannseicher. Er kann aber aus gesundheitlichen Gründen das Mandat nicht antreten. Auch Christoph Zauner, der zweite Listennachfolger, tritt nicht an. Er nennt berufliche Gründe für seinen Verzicht. Giller hingegen nimmt das Stadtratsmandat an. Er hatte bei den Kommunalwahlen 2014 auf Platz 24 kandidiert und erhielt von den Wählern die sechstmeisten SPD-Stimmen.

Giller war bereits von 1999 bis 2008 für die SPD im Stadtrat. Unter anderem war er als Jugendreferent tätig. 2002 trat er für die Genossen als Bürgermeisterkandidat an, scheiterte aber gegen den damaligen CSU-Bürgermeister Josef Sterr. Von 2004 an war Giller auch SPD-Ortsvorsitzender. Von diesem Amt trat er 2008 überraschend zurück, „weil das Wahlziel, vier Stadträte zu stellen, verfehlt wurde“. Den Einzug schafften nur drei SPDler. Seinen Rücktritt begründete Giller damals damit, dass es „politische Tradition in der SPD ist, die Konsequenzen zu ziehen, wenn die ausgegebenen Wahlziele nicht erreicht werden“. Auch er selbst verfehlte den Wiedereinzug in den Stadtrat.

Innerhalb der SPD gilt Giller als Vertreter der alten Sozialdemokratie. So kritisierte er erst Ende vergangenen Jahres die SPD-Bundespartei und die Parteizeitung „Vorwärts“.

Die Parteizeitung sei zum Werbeblatt verkommen, nahezu nichts sei zum katastrophalen Absturz der SPD in Bayern zu lesen gewesen. Dafür „viel Blabla von Parteichefin Nahles“, ärgerte sich Giller. Dass die SPD von den Wählern so abgestraft worden sei, „interessiert da oben in Berlin offenbar keine Sau“, ließ der frühere Stadtrat seinem Unmut freien Lauf: „Wir stürzen ins Bodenlose.“ 

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