Schluss mit dem Gift: Auf städtischen Pachtflächen ist der Einsatz von Glyphosat verboten. 

Dorfen will Vorbild sein

Glyphosat-Verbot auf städtischem Grund

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Dorfen verbietet auf verpachteten städtischen Flächen den Einsatz von Glyphosat. Das hat Bürgermeister Heinz Grundner angeordnet.

Dorfen – Überdies werden bei Vertragsverlängerungen auch Mahtzeiten vorgeschrieben, um den Lebensraum der Insekten besser zu schützen. Grundner sieht die Stadt hier gefordert, ihrer „Vorreiterrolle“ im Bereich Umweltschutz nachzukommen. Für den Stadtchef steht fest, „dass ein Umdenken in der Umweltpolitik notwendig ist“. Zwar sei bislang weder die Gefährlichkeit noch die Ungefährlichkeit des Unkrautvernichters Glyphosat auf die Gesundheit erwiesen, solange eine Unbedenklichkeit jedoch nicht nachgewiesen sei, dürfe auf städtischen Flächen dieses Mittel nicht mehr eingesetzt werden, sagte Grunder vor CSU-Parteifreunden. Die Stadt sei bei dem Projekt „Natur.Vielfalt.Isental“ bei der Gewässerpflege und der Renaturierung stark engagiert, „da können wir auf unseren eigenen und verpachteten Flächen nicht inkonsequent sein“, so Grundner. „Wir brauchen in Dorfen kein Volksbegehren für den Artenschutz, wir machen unsere Sache selber gut“, wertete Grunder den Einsatz der Stadt für den Natur- und Artenschutz. Auch in der Verwaltung wird laut Grundner der Umweltschutzgedanke immer weiter ausgedehnt. Wo es geht, werde recycelt und Plastik möglichst vermieden. Es gelte „zu handeln, wo auch eine Wirkung zu sehen ist“.

Auch der städtischen Bauhof setzt bei der Unkraut- und Schädlingsbekämpfung auf alternative, biologische Methoden. So werden bei der Unkrautvernichtung keine Herbizide mehr eingesetzt. Falls eine Unkrautbekämpfung nötig wird, werden neben dem manuellen Entfernen thermische Methoden angewendet. Das bedeutet, dass die zu entfernenden Pflanzen mit Wasserdampf erhitzt werden. Im Falle eines Schädlingsbefalls wird bei drohendem größerem Schaden eine biologische Schädlingsbekämpfung durchgeführt. Das geschieht vor allem durch den Einsatz von Nützlingen, wie etwa winzig kleinen Fadenwürmern, den Nematoden. Durch den Einsatz einer Käferfalle, zum Beispiel Nematop, werden Dickmaulrüssler natürlich bekämpft. Nematop ist eine Käferfalle, die aus einem Holzbrett mit Nuten besteht. Darin befindet sich ein Gel mit insgesamt 2,5 Millionen Nematoden der Art Steinernema carpocapsae. Die Käfer verstecken sich unter dem Brett und infizieren sich dabei mit den nützlichen Nematoden. Der Bauhof arbeitet kontinuierlich daran, die Umweltschutzziele umzusetzen.

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