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Neue Führungsstruktur: Die Stadtwerke Dorfen haben sich neu aufgestellt mit (v. l.) Georg Nagl, Leiter Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit, Sebastian Heiß, künftiger Leiter kaufmännischer Bereich, Alois Huber, Technischer Leiter und Geschäftsführer Klaus Steiner.

Stadtwerke Dorfen

Gräben zugeschüttet: „Wir sind ein Team“

Nach dem Wechsel in der Geschäftsführung der Dorfener Stadtwerke geht es dort mit einem neuen Leitungsteam weiter. Der Energieversorger bleibt dabei auf Kurs: ökologisch und technisch-fortschrittlich ausgerichtet.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Nach den Turbulenzen ist Ruhe eingekehrt bei den Stadtwerken Dorfen, die in 100-prozentigem Eigentum der Stadt Dorfen sind. Das Betriebsklima ist offenbar wieder bestens. Nach dem der frühere Geschäftsführer Karl-Heinz Figl mit seiner Vertragsverlängerung im Stadtrat gescheitert war, hatte im Dezember 2016 Klaus Steiner die Geschäftsführung übernommen. Zu seinen Eindrücken nach den ersten drei Monaten betonte Steiner bei einem Pressegespräch: „Wir sind ein Team, es ist ein Miteinander.“ Alte Gräben seien „zugeschüttet“ und die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat „atmosphärisch sehr angenehm“ und „sehr sachlich“.

Inzwischen seien „eine Reihe Themen angepackt worden“, erklärte Steiner. Er setze auf Teamwork und Transparenz im ganzen Unternehmen, vom Mitarbeiter bis in die Chefetage. „Der Geschäftsführer alleine kann’s nicht machen“, sagte Steiner, daher haben sich „die Stadtwerke neu aufgestellt – nach innen und außen“. Dabei sei klar, dass der Rundumversorger mit den Sparten Nahwärme, Strom, Elektroinstallation, Gas, Wasser, Glasfaser (schnelles Internet) im Stadtgebiet Dorfen weiter „ökologisch arbeiten und ein Bürgerunternehmen bleibt“.

Neu strukturiert wurde die Organisationsstruktur der Chefetage. Der langjährige Technische Leiter und engste Figl-Vertraute Wilhelm Haunolder, „ist auf dem Weg in den verdienten Ruhestand“, sagte Steiner. Als neuer Technischer Betriebsleiter ist jetzt Alois Huber für die gesamte Netz- und Anlagentechnik verantwortlich. Der Diplom-Elektroingenieur (FH) ist seit vier Jahren bei den Stadtwerken und wurde für diese Position eingestellt. Die interne Neuaufstellung sei erst kürzlich auch in einer Betriebsversammlung Thema gewesen. Seitdem ist Georg Nagl zum Vertriebsleiter aufgerückt. Der Bankkaufmann ist seit einem Jahr im Unternehmen. In seiner Zuständigkeit sind nun die Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und der Vertrieb aller Stadtwerke-Produkte. In dem Segment sei man bislang „etwas unterrepräsentiert“ gewesen. Nagls Aufgabe werde sein, etwa bei den Firmenkunden „gebündelt“ die eigenen Angebote noch attraktiver zu machen. Nagl wird auch das neue Kundenservice-Zentrum im Stadtwerkegebäude leiten. Das werde als „Sofortmaßnahme“ eingerichtet und dazu das Erdgeschoss mit barrierefreien Zugang umgebaut, informierte Steiner.

Da der Energiesektor „massiv in Bewegung“ sei, kündigte Steiner als Offensive im harten Wettbewerb an, dass für Privatkunden Bonussysteme entwickelt würden und man von Produktkombinationen profitieren könne. Alle diese Offerten sollen demnächst auf der Stadtwerke-Homepage präsentiert werden. Dort soll es dann auch möglich sein, wie heute üblich, die Angebote online zu bestellen.

Zum Führungsteam wird auch Sebastian Heiß gehören. Berufsbegleitend macht der 27-Jährige momentan ein Masterstudium „Europäisches Energiemanagement“ in Kufstein. Nächstes Jahr soll er nach Ausbildungsabschluss dann den Energieeinkauf und interne Abläufe leiten und die digitale Präsenz des Unternehmens betreuen. Zur wirtschaftlichen Eigenentwicklung kündigte Steiner alleine für heuer eine Investition der Stadtwerke in die Erneuerung und Ausbau der eigenen Infrastruktur von rund 2,5 Millionen Euro an. Das sei „Geld, das Dorfen zugutekommt.“ Steiner betonte zudem, dass man den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet als „große Herausforderung“ sehe und weiter voranbringen werde. Dazu hofft man auf Bundesfördermittel und es könnten noch eine Million Euro aus der bayerischen Breitbandförderung abgerufen werden. Für Steiner ist klar: Ein schneller Internetanschluss „gehört heute zur Daseinsfürsorge“. Eine flächendeckende Breitbandversorgung mit Glasfaser sei eine „Entscheidung der Solidargemeinschaft, die sagt, machen wir das“. Ab April gehe das Glasfasernetz der Stadtwerke in Wasentegernbach und Grüntegernbach in Betrieb.

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