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Der neue Vorstand und das Team der Nachbarschaftshilfe.

Nachbarschaftshilfe Dorfen

Gründungsvorsitzende gibt ihr Amt ab

Die Nachbarschaftshilfe Dorfen ist ein sehr wichtiger Baustein im Sozialnetz der Stadt Dorfen. Jetzt gab es einen Wechsel an der Spitze: Bei der Jahreshauptversammlung trat die langjährige Führung um Hilde Mittermaier und Norbert Döring nicht mehr an.

Dorfen – Turnusgemäß wurde nach drei Jahren bei der Nachbarschaftshilfe Dorfen (NBH) der Vorstand neu gewählt. „Ich freue mich, den Verein jetzt in gute Hände übergeben zu können“, sagte die Gründungsvorsitzende Hilde Mittermaier. Bei den Wahlen trat sie und auch ihr langjähriger Stellvertreter Norbert Döring nicht mehr an. Die pensionierte Dorfener Grundschullehrerin Ruth Wildgrube wurde einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt. Neue Stellvertreterin ist Monika Rudolf.

Zum Abschied sagte Mittermaier allen, die sie auf ihrem Weg unterstützt haben, ein ganz herzliches Dankeschön. In den 18 Jahren, an denen sie an der Spitze stand, habe sich der Sozialverein mit einem tollen Team zu einer wichtigen Institution in der Stadt entwickelt. „Not lindern – nicht irgendwann, sondern jetzt“ war und sei das Motto der NBH. Dieses Markenzeichen hat Mittermaier seit der Gründung 2003 stets mit Nachdruck gemeinsam mit den vielen Helfern verfolgt. „Es war eine wirklich schöne Zeit“, resümierte Mittermaier. Sie bereue es nicht, angefangen zu haben und wolle keine Minute missen. „Es ist schön, zu helfen.“

Für Wildgrube ist die NBH „kein unbekannter Verein“, wie sie sagte. Bereits in den Anfängen habe sie schon mal mitgeholfen und sei nun gerne bereit, die Herausforderung anzunehmen. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, erklärte die Dorfenerin, die seit 2017 in Pension ist. Zusammen mit dem motivierten Team wolle sie sich weiter zum Wohle der Menschen einsetzen. Sie übernehme einen Verein „der rund läuft und funktioniert, wie eine geölte Maschine“. Als Vorsitzende werde sie die „sehr erfolgreiche Arbeit“ ihrer Vorgängerin weiterführen. Es gebe keine Veränderungen, dennoch wolle Wildgrube offen sein für neue Ideen und den Verein an gesellschaftliche Entwicklungen anpassen.

Mit den drei Säulen nachbarschaftliche Hilfe, Tafel Dorfen und Helferkreis Demenz, sei die NBH ein unverzichtbarer Baustein im sozialen Netzwerk der Stadt, betonte Bürgermeister Heinz Grundner. Für Arbeit und Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer bedankte er sich herzlich – und natürlich ganz besonders bei Mittermaier und Döring. Die ausgeschiedene Vorsitzende sei „immer mit gutem Beispiel vorangegangen“ und habe „gebrannt für die Sache, Menschen zu helfen“. Auch Norbert Döring habe für sein langjähriges Engagement als Stellvertreter und bei der Tafel höchste Anerkennung und Dank verdient.

Auch der Verein würdigte die Leistungen der Ausgeschiedenen. Mittermaier hatte in ihrem letzten Geschäftsbericht die Leistungen der Säulen des Vereins mit Daten untermauert. 734 Einsätze und 1675 Stunden haben zusammen die nachbarschaftliche Hilfe (326 Einsätze/593 Stunden) und der Helferkreis Demenz (408/1081) geleistet. Die Tafel wird von der NBH organisiert, Träger ist die mildtätige Nikolai-Stiftung der Stadt. Insgesamt 31 452 Kilogramm Warenspenden wurden eingesammelt und an 390 Kunden verteilt, die in 180 Haushalten leben. Im Schnitt kommen zu den wöchentlichen Tafel-Ausgaben 150 Erwachsene und Kinder. Die Waren spenden derzeit 20 Geschäfte aus Dorfen und Umgebung sowie Vereine und Privatpersonen.

Kassier Manfred Stiegler gab die Zahl der Vereinsmitglieder mit 132 an. 2017 standen 32 406 Euro Einnahmen 30 137 Euro Ausgaben gegenüber. In der Kasse seien 27 530 Euro, davon seien 11 400 Euro als Rücklage für Notzeiten. Der Vereine stehe auf einem „soliden Fundament“, der sich nicht unerheblich aus Spenden finanziert. Dazu gehöre auch die Leser-Hilfsaktion des Erdinger/Dorfener Anzeiger „Licht in die Herzen“.

Die Wahlen leitete Grundner problemlos und konnte alle Ämter per Handzeichen einstimmig für die nächsten drei Jahre besetzen. Gewählt wurden neben Wildgrube und Rudolf Kassier Stiegler und Schriftführerin Sabine Müller. Den Vorstand komplettieren die Beisitzerinnen Zdenka Wehrberger, Eleonore Witt und Heike Ziegler. Die Einsatzleitungen haben bei der Tafel Brigitte Museler und Johanna Streibl, bei der nachbarschaftlichen Hilfe und dem Helferkreis Demenz Dagmar Hausner und Hilde Mittermaier. Susi Dörr ist weiter begleitende Fachkraft des Helferkreises Demenz, als Kassenprüfer fungieren wieder Jörg Berner und Franz Wimmer.

Alle Angebote gibt es im Internet unter www.nachbarschaftshilfe-dorfen.de.

Hermann Weingartner

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