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Endlich ein Baumarkt: Hinter dem Erdwall entlang der A 94 (vorne) entsteht ein Hagebau-Markt. Die Häuser (r.) müssen abgerissen werden.

Sondergebiet an der A 94

Grünes Licht für Hagebau-Markt in Dorfen

Seit Jahrzehnten träumt Dorfen von einem Bau- und Gartenmarkt. Jetzt wurde im Bauausschuss des Dorfener Stadtrates offiziell ein Bauantrag für einen Hagebau-Markt eingereicht und einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Übernächstes Jahr soll Eröffnung sein.

Dorfen – Der Bau- und Gartenmarkt mit Lagerhalle wird im Gewerbepark Dorfen Südwest direkt entlang der A 94 entstehen. Dafür musste in dem Areal ein „Sondergebiet Bau- und Gartenmarkt“ geschaffen werden. Neun Jahre hat es gedauert, bis der entsprechende Bebauungsplan und die Flächennutzungsplanänderung genehmigt wurden. Vor allem die Regierung von Oberbayern hatte sich quergelegt, weil sie das Anbindegebot im Landesentwicklungsprogramm (LEP) als nicht gegeben sah.

„Das war schon fast eine Odyssee“, meinte Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) im Bauausschuss, „bis alle verfahrenstechnischen Schritte für den Bebauungsplan abgeschlossen werden konnten“. Jetzt besteht Baurecht, und am Montag sei vom Landratsamt auch der genehmigte Flächennutzungsplan eingegangen.

Erstmals war im April 2008 das Thema Baumarkt im Stadtrat behandelt worden. Jetzt hat der Bauherr und selbstständige Betreiber des geplanten Baumarkts, die Jos. Schneider GmbH & Co. KG. aus Grabenstätt/Erlbach bei Traunstein, einen Bauantrag für einen Bau- und Gartenmarkt mit Lagerhalle in Zieglhaus eingereicht. Die beiden noch bestehenden Gebäude dort werden abgerissen.

Es sei „sehr erfreulich“, dass nun endgültig mit der Realisierung des solange in Dorfen geforderten und gewünschten Projekts begonnen werden könne, freute sich Grundner. Er dankte dem Geschäftsführenden Gesellschafter der Schneider-Gruppe, Max Schneider, „für Ihren langen Atem“.

Schneider und sein Architekt Christian Sextl stellten den geplanten Bau- und Gartenmarkt vor. Die Schneider-Gruppe betreibt bereits 14 Hagebau-Märkte. Man sei rein mittelständisch organisiert und „kein Konzern“, betonte er. Etwa 30 neue Arbeitsstellen würden durch den neuen Bau- und Gartenmarkt in Dorfen entstehen, sagte Schneider der Heimatzeitung auf Nachfrage. „Wir suchen die Leute dafür stets in der Region des Gartenmarktes.“

Auf rund 21 000 Quadratmetern wird der Bau- und Gartenmarkt entstehen mit 6375 Quadratmetern Grundfläche und 4973 Quadratmeter Verkaufsfläche, erklärte Sextl. Der Bau misst 48 x 125 Meter und wird einstöckig; nur der Vorbau ist zweigeschossig. Im Obergeschoss werden auf knapp 300 Quadratmetern die Sozial- und Büroräume untergebracht. Auf 1000 Quadratmetern ist eine Ausstellungs- und Lagerfläche geplant. Etwas vom Hauptbau abgesetzt entsteht eine 40 x 50 Meter große Lagerhalle mit Abholbereich auf 2000 Quadratmetern. Die Gebäude haben ein begrüntes Flachdach mit Firsthöhen von knapp zehn Metern. Direkt vor dem Baumarkt sind insgesamt 142 Parkplätze geplant. Dort wird es auch eine Ladestation für E-Autos geben.

Die Planung wurde im Bauausschuss als sehr gut erachtet und fand allgemeine Zustimmung. Martin Heilmeier (LDW) kritisierte mit Sicht auf den Flächenverbrauch die einstöckige Bauweise. Schneider sagte dazu, Kunden würden einen zweiten Stock als Verkaufsfläche „nicht annehmen“. Bedenken, der Bauherr könnte städtebaulich störende Werbeanlage anbringen, räumte Schneider aus: „Wir überzeugen unsere Kunden nicht mit der Größe von Werbeanlagen, sondern mit Qualität.“ Auf die Frage, wann’s los geht, sagte Schneider: „Im Idealfall können wir im Frühjahr 2018 mit dem Bauprojekt beginnen. Im Frühjahr, Sommer 2019 ist mit der Eröffnung zu rechnen.“

Hermann Weingartner

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