Die Grünbacher Straße: Hier fordert die Tegernbacher CSU einen Gehweg.

„Fühlen uns wie Stiefkinder“

Grüntegernbach fordert einen Gehsteig – bisher ohne Erfolg

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Grüntegernbach ist „doch kein Kuhdorf mehr“, meinen die Bewohner. Für die Sicherheit führe kein Weg an einem Gehsteig an der Grünbacher Straße vorbei.

Grüntegernbach – Das Thema gärt seit vielen Jahren. In Grüntegernbach wollen viele Bürger einen Gehsteig, um Schule, Kindergarten und Friedhof sicherer erreichen zu können. Doch in der Stadt stößt man bislang auf taube Ohren. „Wir sind doch kein Kuhdorf mehr“, ärgert sich der Tegernbacher CSU-Ortsvorsitzende Hans Hagl.

Mehrmals schon hat Hagl in den vergangenen Jahren Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) kritisiert, weil der in Sachen Gehweg nicht zu bewegen ist. Aber für mehr Sicherheit im Dorf sei ein Gehweg unabdingbar, ist Hagl überzeugt. Für ihn ist das seit langem daher ein zentrales Thema. Keine CSU-Veranstaltung vergeht, in dem der CSU-Ortschef das Thema nicht anmahnt, dass im Bereich der ED 25 zum Siedlungsgebiet Tapperger Feld und entlang der Grünbacher Straße in Richtung Friedhof ein Gehweg fehle.

Grund für Gehweg ist Eigentum der Stadt

Und Hagl ist damit nicht allein. Immer wieder sorgen sich auch Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder, die zu Fuß in Schule oder Kindergarten gehen. Und auch Senioren müssten den Weg zum Friedhof außerhalb des Dorfes auf der Straße zurücklegen. Was Hagl besonders ärgert: Ein Großteil des Grundes an der Grünbacher Straße, auf dem der Gehweg realisiert werden könnte, ist im Eigentum der Stadt. Für Hagl völlig unverständlich, dass kein Gehweg gebaut wird, da in dem Bereich das neue Baugebiet Grüntegernbach Ost mit insgesamt 34 Parzellen entsteht.

Der kritisierte Bürgermeister Grundner hat bislang stets darauf verwiesen, das ein Gehweg im Bebauungsplan nicht vorgesehen sei. Die Zuständigkeit entlang der Kreisstraße liegt beim Landkreis. Für Hagl aber bedingt auch bei der Stadt Dorfen. Doch würde die Stadt einen Gehweg bauen, würde das auch bei Altanliegern der Straße Anliegerbeiträge auslösen, warnt der Stadtchef. Zudem ist Grundner der Meinung, dass Fußgänger ohnehin über den in einigen hundert Meter Entfernung parallel verlaufenden Kirchenweg sicher zur Ortsmitte und zum Friedhof kämen.

Verhält sich die Stadt unverantwortlich?

Für Hagl ist das nur bedingt ein Argument. Denn die Praxis zeige, dass viele Bewohner und Kinder meist auf der Kreisstraße durch den Ort gingen. Dass sich die Stadt weigere, dem Wunsch der Bürger entsprechend einen Gehweg zu bauen, hält Hagl für „unverantwortlich“.

Der CSU-Ortschef sieht im Verhalten der Stadt auch einen Grund dafür, dass sich die Grüntegernbacher „wie Stiefkinder fühlen“, wie Hagl in einer Parteiveranstaltung sagte. Er will mit der CSU jedenfalls nicht aufgeben und weiter für den Gehwegbau eintreten. Hagl will das auch im Wahlkampf zum Thema machen. 

Anton Renner

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