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Storch soll in Schlauchturm einziehen

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Von: Michaele Heske

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Im Schlauchturm am alten Feuerwehrhaus will Hans Hagl einen Storchenhorst montieren. Der Grüntegernbacher Zimmerer hat die Initiative für Adebar ergriffen.
Im Schlauchturm am alten Feuerwehrhaus will Hans Hagl einen Storchenhorst montieren. Der Grüntegernbacher Zimmerer hat die Initiative für Adebar ergriffen. © Birgit Lang

Ein Storchenpaar anlocken wollen die Grüntegernbacher. Am Schlauchturm am alten Feuerwehrhaus soll ein Horst angebracht werden.

Grüntegernbach – Im Rahmen der Initiative „Unser Dorf hat Zukunft“ soll am Schlauchturm des alten Feuerwehrhauses in Grüntegernbach ein Storchenhorst angebracht werden. Verantwortlich für die Naturschutzaktion zeichnet Zimmerermeister Hans Hagl.

Adebar, der Glücksbringer und Frühlingsbote, wird nun auch in Grüntegernbach heimisch. Denn wo sich der Weißstorch zu Hause fühlt, da lebt es sich bekanntlich gut – nicht zuletzt, weil ihm nachgesagt wird, dass er in seinem großen Schnabel die Babys bringt.

Nur, wo es noch Flussauen und Feuchtwiesen gibt, hat der Weißstorch und mit ihm zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten eine Chance zum Nisten. Bayernweit gibt es über 700 Brutpaare. Der Storch braucht eine starke Lobby, denn um seinen Lebensraum, Feuchtgrünland und Flussauen, ist es nämlich ziemlich eng geworden.

Der Umweltgedanke stand auch für Hagl im Vordergrund, als er im Namen der Gruppierung „Unser Dorf hat Zukunft“ im November 2021 beim Landratsamt und der Stadt Dorfen anfragte, ob denn der Standort auf dem Schlauchturm passen würde. „Die Holzkonstruktion ist in bester Ordnung, lediglich die Belüftung am Schlagstock muss neu eingestellt werden“, erklärt Hagl. Trotz starken Regens bei der Besichtigung konnten innen keine Nassstellen festgestellt werden. Der CSU-Ortsvorsitzender und Zimmerer will für das Gerüst sowie die anfallenden Arbeiten am Dach aufkommen.

Grüntegernbach war das einzige Dorf im Landkreis Erding, das sich 2019 für den Kreisentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ gemeldet hat. Als herausragend würdigte die Jury das „enorme Engagement“ der Vereine. In diesem Bereich hatten die Grüntegernbacher fast die volle Punktzahl erreicht. Ebenso positiv bewertet wurde das runde Ortsbild, das durch das Neubaugebiet geschlossen wird. Der begrünte Fußweg von der Kirche zum neuen Friedhof mit Sitzbänken werde außerdem als innerörtliche Grünfläche gut von den Bürgern angenommen, hieß es in der Beurteilung. Als positiv für die Zukunft von Grüntegernbach seien außerdem die Fernwärmeversorgung und der Glasfaseranschluss gewertet worden.

Dennoch gehörte der kleine Ort nicht zu den Gewinnern des staatlichen Dorfwettbewerbs für Menschen im ländlichen Raum. Aus dem Engagement der Bewohner sind aber Arbeitsgruppen entstanden, um auch weiterhin Projekte zur Gestaltung der Zukunft Grüntegernbachs zu realisieren.

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