Signalstörung: Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Hoffen auf eine verträgliche Lösung: Mitglieder der Bürgerinitiative Bahnausbau fordern einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken. 

Bahnausbau

Gutachter will Gleise in Hausmehringer Berg legen

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Plötzlich geht alles ganz schnell: Der Stadtrat soll sich in seiner Sitzung heute Abend (19 Uhr, Sitzungssaal der Sparkasse) auf eine Trasse zum zweigleisigen Bahnausbau festlegen.

Dorfen – Zuvor wird der von der Stadt beauftragte Verkehrsplaner Martin Vieregg vom Münchner Verkehrsberatungsbüro Vieregg-Rössler eine neue Trassenvariante vorstellen.

Diese geht im Kern auf eine Idee von Georg Brandhuber, dem Sprecher der Bürgerinitiative Bahnausbau zurück. Demnach sollen die Gleise im Stadtbereich weiter nach Süden verschoben werden. Auf Höhe des B 15-Bahnübergangs würden die Gleise dann zum Teil im Hausmehringer Hang eingebettet und später über das Areal der früheren Ziegelei Meindl verlaufen. Diese Variante war auch dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages bei seinem Besuch in Dorfen vorgestellt worden. Die Abgeordneten zeigten sich davon sehr angetan. Wie es aus dem Rathaus heißt, glaubt Planer Vieregg, dass diese Lösung nicht teuerer kommen würde, als die Planung der Bahn. Die will bekanntlich einen 500 Meter langen Trog zur B 15-Unterführung bauen.

Zur Auswahl steht aber auch noch ein Vorschlag von Umweltreferent Gerald Forstmaier. Der fordert im Kern einen Trog mit mindestens 900 Meter länge und einer Tieferlegung von 3,50 Meter. Der Lärmschutz soll durch Geländeaufschüttungen und kleine Lärmschutzwände erreicht werden.

Der Vieregg-Vorschlag ist ein kompletter Neubau der Strecke. Diese würde den auf den jetzigen Gleisen laufenden Bahnbetrieb nicht beeinträchtigen. Gebaut werden könnte also unter „rollendem Rad“, wie Fachleute dazu sagen. Allerdings ist die Grundstücksverfügbarkeit nicht geklärt. Große Flächen dafür wären nicht nur von der ehemalige Ziegelei Meindl notwendig, sondern auch von Landwirten und diversen anderen Grundbesitzern. Die Verwaltung hat für den angestrebten Beschluss heute Abend keinen Vorschlag favorisiert. Sollte der Stadtrat einen Beschluss fassen, soll mit diesem auch in Berlin für den Bahnausbau in Dorfen verhandelt werden.

Die Deutsche Bahn wird vorerst aber ihre Planungen nicht ändern. „Auftraggeber ist der Bund, nicht der Petitionsausschuss. Derzeit gilt für uns, die Vorplanung ist abgeschlossen“, so Bahnsprecher Michael-Ernst Schmidt auf Anfrage unserer Zeitung. Derzeit laufe die Ausschreibung für die Entwurfsplanung für die gesamte Strecke. Das bedeute aber nicht, dass nicht noch Änderungen möglich seien. „Wenn die Politik andere Wünschen zustimmt und diese auch finanziert werden, dann wäre eine Umplanung möglich.“

Ernst Rausch von der Bürgerinitiative Bahnausbau hat die Bürger dazu aufgerufen, zahlreich an der Stadtratssitzung teilzunehmen. Kritik übt die BI an Bürgermeister Heinz Grundner. Im Vorfeld der Sitzung seien weder Stadträte noch Bürgerinitiative informiert worden. Einen Beschluss ohne „reifliche Überlegung“ zu fassen, sei nicht hinnehmbar.

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