Trachten- und Schützenumzug beim Dorfener Volksfest

Guter Draht zu Petrus

Dorfen - Bange Blicke hatten die Organisatoren des Dorfener Trachten- und Schützenumzugs noch am Sonntagvormittag zum wolkenverhangenen Himmel geschickt – und wohl auch so manche Stoßgebete. Und diese wurden erhört, denn während des Marschs zum Festplatz fiel kein Tropfen.

Am Vormittag hatte es immer wieder geregnet. Doch kaum hatten sich Stadtkapelle Dorfen, Blaskapelle Schwindegg und Blaskapelle St. Wolfgang zum Standkonzert bereit gemacht und die Böllerschützen aus Hofgiebing ihren Salut abgefeuert, hatte es auch schon aufgehört.

Gestreikt hatten die Böllerschützen aus dem Holzland. Nachdem zum Volksfestauftakt und Wieseneinzug am ersten Wochenende die Böllerschützen ausgeladen worden waren, „um Irritationen bei der Bevölkerung zu vermeiden“, waren zum Schützenzug die Holzlandböllerer zum Trotz erneut nicht erschienen. Die Hofgiebinger schafften es aber auch alleine, dass die Dorfener aufwachten und viele Zuhörer zum Standkonzert erschienen.

Mit weiteren drei Kapellen aus Buchbach, Wasentegernbach und Moosburg startete anschließend ein farbenprächtiger Schützenumzug durch die Isenstadt zur Festhalle. 25 Schützenvereine, sowie die Trachtenvereine aus Dorfen und Wasentegenbach marschierten mit Blasmusik durch die Innenstadt. Insgesamt rund 1100 Teilnehmer, darunter etwa 180 Kinder, waren mit ihrem Schützengwand und ihrer Tracht vertreten.

Der Dorfener Marktplatz und der Marienplatz boten dabei einen optimalen Schauplatz für die heuer stark vertretenen Zuschauer. Der Zugverlauf durch die Altstadt ist nahezu perfekt prädestiniert für diese Demonstration an Brauchtum und Tradition, die der Schützengau Dorfen jedes Jahr zum Abschluss des Dorfener Volksfestes bietet. Die Marschierer trafen sich an der Marktkirche im Gegenzug, und so konnten die Teilnehmer selbst auch den Zug aus dem Augenwinkel beobachten.

Mehrere Festkutschen waren mit ihren herausgeputzten Pferden unterwegs, von diesen grüßten Prominente und die Schützenhonorationen die Menge am Straßenrand. Landrat Martin Bayerstorfer, Bürgermeister Heinz Grundner, das Wiesenmadl sowie die Abordnungen aus den Nachbargauen Erding und Mühldorf waren vorne mit dabei, und auch eine Reihe von Dorfener Stadträten marschierte mit oder fand einen Platz in einer der Kutschen.

Bei der Ankunft am Festplatz kam dann sogar die Sonne raus, und so war die anschließende Freimass für die Schützen mehr als verdient für diesen farbenfrohen und musikalischen Höhepunkt zum Abschluss des Volksfestes.

Der Schützengau Dorfen ist der einzige Gau im Bezirk Oberbayern, der jedes Jahr einen Schützenumzug veranstaltet. Landrat Martin Bayerstorfer sprach anschließend in der Festhalle sein Kompliment aus an die Verantwortlichen und die Teilnehmer, die mit dieser Veranstaltung alljährlich Zusammenhalt und Schützenkameradschaft zeigen. Bayerstorfer dankte dabei auch allen, die sich in den Vereinen für die Jungendarbeit einsetzen.

Die Schützenjugend wurde nach dem anstrengenden Umzug mit Freizeichen von den äußerst spendablen Schaustellern für die Fahrgeschäfte am Rummelplatz belohnt. Negativ aufgefallen sind lediglich einige Fahrzeughalter, die trotz Halteverbot an der Zugstrecke ihre Autos geparkt hatten und so die Sicht verwehrten.

Peter Stadler

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