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The Djingerbread Experience das sind (v. l.) Tobias Wimmer (27), Manuel Reiter (26), Daniel Steingasser (28), Max Selmair (27) und Georg Mair (22).

The Djingerbread Experience

Harte Töne aus Dorfen

Lebkuchen sind für viele ein Erlebnis. Die Band The Djingerbread Experience auch. Was beides miteinander zu tun hat, zeigt dieses Interview.

Dorfen – Die Band nennt sich The Djingerbread Experience was soviel heißt wie „Das Lebkuchen-Erlebnis“. Die Musik, die die jungen Leute aus Dorfen machen, ist aber nicht ganz so süß. Es sind harte Töne – Metal pur. Wir sprachen mit der Band.

Fangen wir doch ganz am Anfang an: Wie kam’s zur Bandgründung?

Tobias Wimmer: Drei von uns haben vorher schon gemeinsam in einer Band gespielt, aber irgendwann hat man sich musikalisch auseinander gelebt. Über Freunde und zufällig über eine Facebook-Gruppe haben wir dann neu zusammengefunden.
Georg Mair: Und beim ersten Date hat’s dann direkt gefunkt!

Und der Bandname? Wie entstand der?

Max Selmair: Das war meine Idee. Wir haben einfach eine blöde Idee für einen Bandnamen gebraucht! (lacht) Wenn man den Namen zum Beispiel auf einem Festival Line-Up liest, denkt man sich vielleicht – was ist das denn? Die muss ich mir mal angucken. Wenn wir das auch nur mit einer Person schaffen, haben wir das erreicht, was wir wollten. Mit Lebkuchen an sich haben wir jetzt eher weniger zu tun (lacht)
Tobias Wimmer: Wir wollten keinen klischeehaften Metal-Namen. The Djingerbread-Experience hat sich dann gehalten. Für die Optik haben wir dann nur noch ein G zu Dj gemacht und fertig.

Ihr beschreibt eure Musik als ‘Progressive Metal’. Was muss man sich darunter vorstellen?

Manuel Reiter: „Es wird nicht immer das Gleiche sein. Immer dieselbe Musik ist doch lahm.
Tobias Wimmer: Früher war irgendwie eine gewisse unsichtbare Einengung innerhalb eines Genres da und das wollen wir nicht. Wir wollen alles machen. Es ist die Idee eines bunten Mixes.
Max Selmair: Metal ohne Grenzen! (lacht).

Wer wäre denn ein Beispiel für eines eurer größten musikalischen Vorbilder?

Tobias Wimmer: The Hirsch Effekt sind super. Und Korn, die haben mich damals zum Metal gebracht.
Daniel Steingasser: Mich hat auch der Schlagzeuger von Korn immer sehr begeistert! Damals wollte ich unbedingt ein Moped, aber meine Mama hat Nein gesagt. Da hab ich mir aus Trotz halt ein Drumset gekauft und los ging’s.

Im Inneren alle irgendwo noch Fanboy geblieben?

Tobias Wimmer: Wer ist das nicht?

Seit dem 15. Mai gibt es den ersten Vorgeschmack auf eure Musik mit der Single ,Not My God’ – wovon handelt der Song?

Max Selmair: „Not My God“ beschäftigt sich mit der religionskritischen Frage „Wie können wir einen allmächtigen Gott haben, und trotzdem gibt es so viel Leid auf der Welt?“ In unserem Musikvideo haben wir dann versucht, das alles bildlich darzustellen und zu untermalen.

Besagtes Video ist ja in Dorfen entstanden – wie war der Dreh?

Max Selmair: Stress, Stress, Stress. Für uns, aber auch alle beteiligten Freunde und Bekannte, die uns unterstützt haben. Es hat schon einige Stunden gedauert, aber das war es wert.
Daniel Steingasser: Ich war dafür zuständig, Passanten aufzuhalten, damit diese halt nicht direkt durchs Bild laufen, während wir drehen. Manche haben sich dann total aufgeregt. Und schlussendlich haben welche die Polizei gerufen.

Und dann?

Max Selmair: Wir hatten eine Drehgenehmigung, daher war alles gut. Ich hatte tatsächlich damit gerechnet, dass sowas passiert. Aber als sie dann da waren, ist alles ganz entspannt abgelaufen.

Jetzt steht eure EP „The ‘D’ Is Silent’ in den Startlöchern! Wann können wir sie hören?

Tobias Wimmer: „Wir werden die EP vermutlich einen Monat später veröffentlichen. Der Zeitabstand zwischen Single und EP sollte nicht zu lange sein. Mit der alten Band haben wir promo-technisch nur Fehler gemacht und das wollen wir ändern. Also alles richtig anteasern.

The Djingerbread Experience 2021 dann zu sehen auf dem Wacken Open Air?

Tobias Wimmer: Und dann die große Festival Headliner-Tour!
Max Selmair: Also wir würden nicht Nein sagen.
Tobias Wimmer: Rock im Park haben ja System of a Down gefragt, nachdem wir abgesagt haben, aber das ist auch okay (lacht).

Habt ihr noch ein paar Worte zum Abschluss zu sagen?

Manuel Reiter: Wir sind alle top motiviert und sobald diese ganze momentane Situation vorbei ist, sind wir bereit! Wir hoffen, den ein oder anderen auf dem Nachholtermin unserer Show zu sehen.


Das Interview führte Kathi Kronthaler

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