Stadtrat

Haushalt der Superlative verabschiedet

Die Steuereinnahmen sprudeln in Dorfen wie nie zuvor. Das ist auch notwendig, wie die Beratung des Haushalts im Stadtrat zeigte.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Bis 2020 sind Projekte und Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 42,8 Millionen Euro geplant. Trotz der gewaltigen Investitionen gab es zum Haushalt keine Debatten, der wurde einstimmig beschlossen. Die einzelnen Budgets waren in den Stadtratsausschüssen bereits ausführlich vorberaten worden (wir berichteten). Auch angesichts guter Finanzdaten soll sparsames Wirtschaften auch das Gebot der Zukunft bleiben, war sich der Stadtrat einig.

Laut Haushaltsplan weist der Ergebnishaushalt (ähnlich einer Gewinn- und Verlust-rechnung) ein Gesamtvolumen bei den Erträgen von 29,9 Millionen Euro und bei den Aufwendungen von 25,8 Millionen Euro und damit einen positiven Saldo von 4,1 Millionen Euro auf. Der Finanzhaushalt mit rund 25,7 Millionen Einzahlungen und 22,7 Millionen Euro Auszahlungen liegt mit drei Millionen Euro im Plus. Die Stadt kommt ohne Kredite und Neuverschuldung aus und der Schuldenberg soll auf 12, 4 Millionen Euro (2016: 13,5 Mio.) gesenkt werden. Mit 903,93 Euro liegt die Pro-Kopfverschuldung der Dorfener aber immer noch deutlich über dem vergleichbaren Landesdurchschnitt von 715 Euro.

Die allgemeine Haushaltslage sei geprägt von hohen Investitionen, Steuereinnahmen und Zuwendungen, sagte die Leiterin der Finanzverwaltung, Maria Bauer, bei der Erläuterung des Haushalts. Sensationell sei die stete Entwicklung der Einkommensteuerbeteiligung. Die ist in den letzten zehn Jahren um knapp das Doppelte gestiegen. Waren es 2007 noch 5,1 Millionen Euro, werden heuer 9,3 Millionen Euro erwartet. Bauer führte das auf die Siedlungspolitik mit Zuzug und die „Einkommenssituation der Bürger“ zurück. Offenbar sind viele der Dorfener Gutverdiener. In den vergangenen zehn Jahren ist die Einwohnerzahl von 13 477 (2007) auf über 14 500 gestiegen.

Sehr erfreulich wurde auch Entwicklung der Gewerbesteuer gesehen. Hier waren es 2007 noch 2,3 Millionen Euro und 2016 der Spitzenwert mit 4,4 Millionen Euro. Trotz des guten Wirtschaftsklimas hat Bauer den Ansatz „vorsichtig“ auf vier Millionen Euro angesetzt. Traditionell bewerten zum Schluss die Stadtratsfraktionssprecher die Haushaltsplanung. Dabei gab es für Bauer und ihre Finanzverwaltung Lob von allen Seiten.

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