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Deutlicher Vorsprung: Der favorisierte Martin Geineder (l.) lief mit „La Rambla“ im Finale als Sieger durchs Ziel.

141. Dorfener Volksfest

Heiße Rennen unter sengender Sonne

Ein erfolgreiches Comeback hat gestern das beliebte Pferdrennen beim Dorfener Volksfest nach vierjähriger Pause gefeiert. Fast 1500 begeisterte Zuschauer verfolgten insgesamt sieben spannende C-Bahn-Trab- und Galopprennen auf der Lanzinger-Wiese nahe der „Dorfener Wiesn“.

Dorfen – Es herrschte richtiges Rennfieber auf und neben der Lanzinger-Wiese am Mühlanger. Allerdings konnte man in der kleinen Arena in Dorfen keine Wetten abschließen, die ja eigentlich zum Pferderennen dazu gehören. Und so ganz ausgefallene, selbst kreierte Hüte, wie etwa beim weltbekannten Pferderennen im englischen Ascot, waren auch nicht zu sehen in der Zuschauermenge. Bei hochsommerlichen Temperaturen trug die Frau stattdessen lieber Strohhut oder suchte Schatten unterm Sonnenschirm. Eine der wenigen Zuschauerinnen mit extravagantem Kopfschmuck war Stadträtin Doris Minet.

Die Rennleitung oblag Hermann Wimmer und Markus Dinzinger, souverän und packend moderiert wurden die Läufe von Stefan Spieß. Normal sind die Bahnen 1000 Meter lang, wie etwa in München-Daglfing. In Dorfen waren es nur 400 Meter. „Das ist für die Fahrer eine besondere, auch taktische Herausforderung, wegen der engen Kurven“, erklärte ein Experte. Bei den Trabrennen ging’s über eine Distanz von rund 1600 Metern. Damit rauschten die Pferde samt Sulky und Fahrer vier Mal an den Zuschauern auf der langen Zielgeraden mit bis zu 40 Stundenkilometern vorbei.

Bei den Trabrennen ist nur die Gangart Trab (Beine im Zweitakt, diagonal) erlaubt, während Galopp die natürliche Gangart der Pferde ist. Im Endlauf bekam das bei den Trabern vor allem Nicole Mansel-Christ mit „Gilbert“ zu spüren. Ihr Pferd war nämlich zu oft galoppiert und wurde disqualifiziert. Bereits verwarnt wegen zwei verursachten Fehlstarts ging Martin Geineder mit „La Rambla“ ins Finale. Im dritten Anlauf sicherte sich der Favorit aber in einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg Platz eins und die Siegprämie, gesponsert von der Maier Bau GmbH. Insgesamt gab es hier 700 Euro Preisgeld.

Den ersten Vorlauf gewann ebenfalls „La Rambla“ und kassierte hier eine Prämie der Sparkasse Erding-Dorfen. Auf die heuer bisher eingefahrene Gewinnsumme von „La Rambla“ in Höhe von 18 919 Euro kamen in Dorfen damit noch weitere 460 Euro drauf. Im zweiten Vorlauf siegte „Kardinal Lobell“ mit Mario Josef Ruhland (Preisgeld von WRS Waschstraße & Reifenservice), im Trostlauf „Rafel“ mit Alexander Ruhland (Preisgeld von der Prost Mahlzeit GbR).

Spannend ging es auch bei den Galopprennen zu. Das „Reiten aller Klassen und Rassen“ gewann mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg „Enrico“ mit Thomas Acker im Sattel und kassierte die Siegprämie von Opel Forster Dorfen. Zweite wurde hier die Dorfenerin Tanja Forstmaier mit „Jamila“.

Beim Ponyreiten konnte „Manitu“ mit Isabella Schneider gewinnen. Die Siegprämien kamen hier von der VR Bank Taufkirchen-Dorfen.

Auch die Stadt Dorfen stellte eine Siegprämie, die beim Trabreiten von Bürgermeister Heinz Grundner an Stefanie Rauh mit „Fuchsi“ überreicht wurde. Der Stadtchef dankte den Sponsoren, der Gesamtorganisatorin der Stadt, Anita Feckl, sowie dem Skiclub Wasentegernbach für die reibungslose Durchführung der Rennen.

Hermann Weingartner

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