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Das Dorfener Rathaus wurde 1861 gebaut. Im März wird es abgerissen.

Vor Abbruch

Hemadlenzn erwecken Rathaus zum Leben

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Eigentlich sollte der alte Dorfener „Regierungsbau“ schon Geschichte sein. Doch das Rathaus wird nun doch erst Anfang März abgerissen.

Dorfen – Ursprünglich war der Abbruch des Rathauses für Mitte/Ende Januar vorgesehen. Der Bauzeitenplan ist jedoch geändert worden. Jetzt soll das Rathaus Anfang März abgerissen werden. Sechs Wochen lang werden die Arbeiten dauern. Die Ausschreibung für die Abbrucharbeiten ist bereits gelaufen. Derzeit prüfen die Architekten nach Angaben von Stadtsprecher Georg Seitz die eingegangenen Angebote. Der Bauausschuss des Stadtrates soll demnächst die Arbeiten endgültig vergeben.

Dass sich der Rathaus-Abbruch wegen des Mieters im benachbarten, der Stadt gehörenden und ebenfalls zum Abriss stehenden Kamper-Hauses verzögert hat, verneint Seitz. Das dort untergebrachte Augenoptik-Fachgeschäft baut derzeit am Dorfener Bahnhof neu. Doch dort hängt der Baufortschritt dem Zeitplan weit hinterher. An einen Bezug ist wohl nicht vor Mitte des Jahres zu denken. „Natürlich schaut die Stadt, dem Mieter zu helfen. Schließlich hatten wir all die Jahre ein sehr gutes Verhältnis mit dem Geschäftsinhaber“, sagt Seitz. Ob der Rathausabbruch möglicherweise nochmals nach hinten verschoben wird, um damit dem Geschäftsinhaber damit vor wochen- oder monatelangen Geschäftsausfällen zu bewahren, das glaubt Seitz allerdings nicht. Den schließlich soll das neue Rathaus Anfang 2019 bezugsfertig sein. Bei einer weiteren Verschiebung des Rathausabbruchs würde wohl der Zeitplan nicht mehr zu halten sein.

Doch der Augenoptiker ist nicht der einzige, der mit Umsatzeinbußen rechnen muss. Auch andere Geschäfte am Rathauspatz sorgen sich, dass durch den Abbruch und den Neubau des Rathauses die Geschäfte schlechter laufen. Denn eine riesige Baustelle vor Augen, das macht Kunden nicht unbedingt Lust auf eine Einkaufstour. Dass es angeblich Entschädigungsforderungen gegen die Stadt gibt, davon ist der Verwaltung laut Seitz nichtsbekannt. Die Stadt habe alle Anlieger bei einem Treffen Mitte Januar über die Baustellenabwicklung informiert. Derzeit werde geprüft, ob der größte Teil der Baustelle nicht doch in Richtung Apothekergasse verlagert werden kann. Dann wäre der Rathausplatz nicht so stark davon betroffen. Die Stadt suche nach einer für alle Beteiligten „erträglichen Lösung“, so Seitz.

Einmal noch wird in dem seit November leer stehenden alten Rathaus Leben einkehren: am Unsinningen Donnerstag. An diesem Tag wird nicht nur Bürgermeister Heinz Grundner traditionell dem Rathaus auf einer Leiter entsteigen, die Stadt bewirtet auch die geladenen Ehrengäste im alten Regierungshaus. Strom, Wasser und Heizung werden eigens für diesen Tag reaktiviert.

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