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Klare Forderung an Innenminister Herrmann: Georg Brandhuber will, dass der Freistaat den Bahnausbau in Dorfen bezahlt.

Bahnausbau

Der „Herr Innenminister“ soll zahlen

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Wird Bayerns Innenminister Joachim Herrmann laut lachen oder erst mal durchschnaufen? Die Bürgerinitiative Bahnausbau hat den Minister aufgefordert, die Kosten für den Bahnausbau in Dorfen zu übernehmen.

Dorfen – In einem Brief an den bayerischen Innenminister begründet der Sprecher der Bürgerinitiative, Georg Brandhuber, die Forderung mit dem Grundgesetz. Dort werde die Gleichheit vor dem Gesetz propagiert. „Ob arm oder reich, alt oder jung, berühmt oder unbekannt – alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“, schreibt Brandhuber. „Unser Grundgesetz möchte sicherstellen, dass der Staat allen die gleichen Chancen ermöglicht, im Leben das zu erreichen, was sie selbst möchten.“ Daran müsse sich auch der Staat halten und dürfe die ohnehin schwierige Finanzlage der Stadt Dorfen „nicht noch mehr verschlechtern“, tadelt der BI-Sprecher.

Brandhuber führt dazu die Alternativplanung zum Bahnausbau des Verkehrsbüros Vieregg/Rößler ins Feld. Die errechneten 54 Millionen Euro für den Bahnausbau lägen um neun Millionen Euro€ unter der Kostenschätzung von DB NETZE für den ebenerdigen Ausbau. „Dieser erfreuliche Vergleich erlaubt der Bürgerinitiative auf die Möglichkeit hinzuweisen, auch den Bahnhofsbereich mit einer Abdeckung zu gestalten“, konstatiert Brandhuber in seinem Brief.

Den Innenminister erinnert der Sprecher der Bürgerinitiative an seine Zusage, dass das Land Bayern der Großen Kreisstadt Erding 65 Millionen Euro aus Sondermitteln für die Tieferlegung der Bahn in einen Tunnel zur Verfügung stelle. Die verbleibende Restsumme von 35 Millionen Euro der auf 100 Millionen Euro veranschlagten Maßnahme €könne die Stadt aus dem Erlös des Verkaufs der entstehenden Grundstücksflächen durch die Tunnellösung finanzieren.

„Wir erwarten eine Gleichbehandlung der bayrischen Staatsregierung. Bei Übernahme des gleichen Betrages von 65 Millionen Euro € wäre der gesamte Ausbau nach den Unterlagen von Vieregg/Rößler finanziert“, attestiert Brandhuber in dem Brief an Hermann. Namens der Bürgerinitiative ersucht Brandhuber „den Herrn Innenminister“ daher um eine „Stellungnahme“.

In dem Schreiben kann sich Brandhuber auch einen Seitenhieb auf Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner nicht verkneifen. Innenminister Herrmann hatte bei der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung mit Erdings Oberbürgermeister Max Gotz betont, dass es dazu nicht zuletzt deshalb gekommen sei, weil Gotz bei einer anderen Planung der Staatsregierung mit Klagen bis hinauf zum Bundesverfassungsericht gedroht hatte. Hermann hatte Gotz attestiert: „Ein Fuchs ist er schon.“

Bekanntlich wirft Brandhuber dem Dorfener Stadtchef seit Jahren vor, beim Bahnausbau nicht genügend Druck auf Bahn und Politik auszuüben und nicht die Interessen Dorfens zu vertreten. Die Vorwürfe gipfelten in der Aussage, Stadtchef Grundner „ist koa Burgamoasta, sondern a Bahnmoasta.“

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