Eindrucksvolle Bilanz: Hilde Mittermaier, Vorsitzende der Dorfener Nachbarschaftshilfe. F: prä

Nachbarschaftshilfe Dorfen

Mit Herzblut für Schwache und Kranke

Dorfen - Beeindruckende Bilanz: Die Nachbarschaftshilfe Dorfen hat vergangenes Jahr ins gesamt über 1000 Einsätze verzeichnet. Schwerpunkt war die Hilfe für Senioren und Demenzkranke.

Die Nachbarschaftshilfe Dorfen ist eine wichtige Säule im sozialen Netzwerk der Stadt Dorfen. Drei Projekte hat der gemeinnützige Verein unter seinem Dach: Nachbarschaftliche Hilfe, Helferkreis Demenz und die Tafel. In der Mitgliederversammlung wurde über die vielfältigen Hilfsangebote im Vereinsjahr 2015 berichtet. Möglich seien diese Hilfen „nur durch engagierte Mitarbeiter denen ihre Tätigkeit ein Herzensanliegen ist“, betonte Vorsitzende Hilde Mittermaier. Der Verein hatte bei der Gründung 2001 zwanzig Mitglieder, von 2008 bis 2012 stabil etwa 61 Mitglieder. Seit 2011 steigt die Zahl stetig auf 127 Mitglieder 2015.

Die Nachbarschaftshilfe organisieren Margot Schrallhammer und Kathi Eschle. Dieser Bereich bietet vielfältige Unterstützung, etwa Familienhilfe bei Erkrankung der Mutter, Senioren- und Kinderbetreuung oder Begleitungen etwa zum Arzt bis hin zum Putzen im Haushalt. Insgesamt 24 aktive Helfer leisteten bei 729 nachbarschaftlichen Einsätzen 1250 Stunden, berichtete Eschle. Das seien 70 Stunden mehr als 2014. Die meisten Stunden (444) wurden in der Seniorenbetreuung registriert, vor den Fahrdiensten (225) und Putzen (160). Für die Hilfen gab es eine Aufwandsentschädigung von insgesamt 7448 Euro.

Der Helferkreis Demenz wird seit März 2015 von Susanne Dörr geführt, informierte Mittermaier. Als Fachkraft berate und begleite sie die Helfer und Familien der Erkrankten. Regelmäßige Besuche durch geschulte Helferinnen und Helfer ermögliche den Erkrankten eine Betreuung im gewohnten, häuslichen Bereich. Es gebe insgesamt rund 500 anerkannte Helferkreise in Bayern, darunter viele „große Einrichtungen“ und nur wenige Kleine. Zu letzteren gehören die Dorfener Demenzhelfer. „Darauf sind wir besonders stolz“, sagte Mittermaier.

Die Aktivitäten des Helferkreises entlaste die pflegenden Familien zumindest für einige Stunden, berichtete Dörr. Der Dienst sei „oft anstrengend“. Zehn aktive Helfer hatten 318 Einsätze mit insgesamt 881 Stunden. Dafür gab es Einnahmen von 8675 Euro, davon 8153 Euro Aufwandsentschädigungen und Honorar.

Die Nachbarschaftshilfe kann heuer 15-jähriges Bestehen feiern, freute sich Mittermaier über den nachhaltigen Erfolg. 2001 war der Sozialverein von zwanzig Personen mit der Gründungsvorsitzenden Mittermaier aus der Taufe gehoben. 2006 folgte die Eintragung und Anerkennung als gemeinnütziger Verein. Bereits seit 2003 organisierte die Nachbarschaftshilfe den Betrieb der Tafel Dorfen (Bericht folgt) und 2012 wurde der Helferkreis Demenz unter dem Vereinsdach etabliert.

Pfarrer Johann Eschbaumer sagte, er sei „froh und glücklich, dass es so eine gute Einrichtung in Dorfen gibt“. Für alle großen und kleinen Dienste sprach er allen Mithelfern und der Vereinsführung ein herzliches Vergelt’s Gott aus. Auch Bürgermeister Heinz Grundner schloss sich gerne dem Dank für „das großartige, ehrenamtliche Engagement“ an. Er sei „beeindruckt“, wie die Nachbarschaftshilfe mit ihren drei Säulen seit Jahren in Not geratenen oder hilfsbedürftigen Menschen in Dorfen beistehe und unbürokratisch und schnell Hilfe gewähren.

Hermann Weingartner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Packende Passion
Ein fein abgestimmtes Orchester, ein hoch präsenter Kirchenchor und souveräne Gesangssolisten gestalteten eine ergreifende Johannes-Passion in der Pfarrkirche Maria …
Packende Passion
VdK auf Erfolgskurs
27 neue Mitglieder kamen im vergangenen Jahr hinzu und heuer haben sich weitere acht Personen entschlossen, dem Ortsverband beizutreten.
VdK auf Erfolgskurs
Gräben zugeschüttet: „Wir sind ein Team“
Nach dem Wechsel in der Geschäftsführung der Dorfener Stadtwerke geht es dort mit einem neuen Leitungsteam weiter. Der Energieversorger bleibt dabei auf Kurs: ökologisch …
Gräben zugeschüttet: „Wir sind ein Team“
Stets engagiert, aber nicht immer bequem
Eineinhalb Jahre lang hat Georg Maurer aus Reithofen gegen den Krebs gekämpft. Nun hat der 69-Jährige, der für die SPD im Pastettener Gemeinderat saß, diesen Kampf …
Stets engagiert, aber nicht immer bequem

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare