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Die Zukunft hat gestern begonnen: Der neue Träger, das Seraphische Liebeswerk, präsentierte die Pläne zum Umbau des zweiten Stockwerks. Darüber freuen sich (v. l.) SLW-Vorstand Johannes Erbertseder, Bürgermeister Heinz Grundner, Schwester Franziska, Schwester Irmengard, Provinzoberin Schwester Monika und Martin Hagner, Gesamtleiter des Josefsheims Wartenberg, von dem aus auch Dorfen betreut wird. 

Trägerwechsel in Kloster Moosen

„Hier können Kinder Kinder sein“

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Mit der Übergabe des Hortbetriebs der Armen Schulschwestern an die Kinder- und Jugendhilfestiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting ist gestern in Dorfen eine Ära zu Ende gegangen. 156 Jahre lang führten Ordensschwestern das Kinderheim in Kloster Moosen.

Dorfen – Der Schock war groß, als im August 2017 die Ordensleitung der Armen Schulschwestern verkündete, das Kinderheim in Kloster Moosen zu schließen. Zunächst fand sich kein Träger, der die Einrichtung weiterführen wollte. Doch ein Jahr später tat sich wieder eine Zukunft auf: Die Stiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting (SLW) eröffnete im Kloster Moosen eine Kindergartengruppe. Jetzt, zum Beginn des neuen Schuljahrs, haben die Armen Schulschwestern auch die Trägerschaft für den Schülerhort an das SLW übergeben. Damit endet auch die pädagogische Tätigkeit der Ordensschwestern in Kloster Moosen.

Die Aufgabe von Kloster Moosen begründete Provinzoberin M. Monika Schmidt mit „verschiedenen ordensinternen Gründen“ der Münchner Gemeinschaft. „Mit diesem Tag geht eine Ära zu Ende. Es sind 156 Jahre, in denen wir Arme Schulschwestern hier pädagogische Einrichtungen verschiedener Art hatten“, konstatierte die Provinzoberin. Der Orden sei sehr froh, dass die Einrichtung nun vom Seraphischen Liebeswerk weitergeführt werde. Damit werde auch das Anliegen des Ordens, „da zu sein für die Kinder“, weitergelebt. „Kloster Moosen steht für Kinder, so soll es auch in Zukunft sein“, sagte die Provinzoberin. Die Bedingungen dafür seien ideal. Die Kinder hätten hier „viel Freiheit, viel Platz, Kinder können hier Kinder sein“.

Bürgermeister Heinz Grundner bezeichnete Kloster Moosen als „einzigartig – für die Kinder ist das hier das Paradies“. Er dankte den Ordensschwestern für die langjährige Betreuung des Hauses. „Das war eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit.“ Das Kinderheim sei „eine wichtige Ergänzung, ein wichtiger Pfeiler“, in der Kinderbetreuung in der Stadt. Grundner freute sich, dass mit dem SLW ein der Kirche nahestehender Träger gefunden worden sei, der in der Betreuung der Kinder christliche Werte vermittle und damit dem Geist entspreche, der durch den Orden der Armen Schulschwester über 150 Jahre in Kloster Moosen gewirkt habe.

Ziel ist ein inklusives Haus

Derzeit ist die Hortgruppe mit rund 20 Kindern belegt, die Stadt Dorfen sowie das Jugendamt Erding sehen weiterhin einen konstanten Bedarf für die Betreuung von Schulkindern. Aktuell werden die Schüler im ersten Stock des Heimgebäudes betreut. Derzeit läuft die baurechtliche Prüfung für die zukünftigen Horträume im zweiten Stock. Dafür muss unter anderem ein Fluchtweg ertüchtigt werden. Einig sind sich die Verantwortlichen über die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts. „Wir möchten in Kloster Moosen Schritt für Schritt ein inklusives Haus für Kinder etablieren – mit Kinderkrippe, Kindergarten, Hort und bedarfsgerechten Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe“, erläuterten SLW-Vorstand Johannes Erbertseder und Martin Hagner, Gesamtleiter des Josefsheims Wartenberg und SLW-Trägervertreter, die Planungen.

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