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So wird der Neubau aussehen: Insgesamt 20 Wohneinheiten sollen in dem viergeschossigen Bau untergebracht werden. 

Apothekergasse

Hoch hinaus und tief hinab

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Großes Gebäude statt kleiner Häuser: Die Robert Decker Immobilien GmbH kann in der Apothekergasse ein viergeschossiges Wohngebäude bauen. Es ist eines der größten Bauvorhaben in der Innenstadt.

Dorfen – Der Bauausschuss des Stadtrats hat einem entsprechenden Vorbescheidsantrag des Immobilienunternehmers zum Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage nach längerer Diskussion grünes Licht gegeben. Für den Neubau werden ein dort stehender Bungalow, ein Wohnhaus und einige Nebengebäude abgerissen. Noch vor Sitzungsbeginn hatte Robert Decker an die Ausschussmitglieder ein Schreiben verteilt, in dem er zusagte, die ursprünglich geplante Wandhöhe im Norden der Apothekergasse von 9,90 Meter auf 8,90 Meter zurücknehmen. Andernfalls hätte der Ausschuss den Vorbescheidsantrag wohl abgelehnt.

Franz Wandinger, der Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, misst dem Bauvorhaben „große Bedeutung für die Stadt“ bei, wie er sagte. Der geplante Neubau sei neben dem gegenüberliegenden Rathaus-Neubau das größte Bauvorhaben in der Innenstadt.

Decker kann in unmittelbarer Nachbarschaft zum Marienhof ein Gebäude mit bis zu vier Stockwerken, gestaffelt von Ein- bis zur Viergeschossigkeit, errichten. Das vierte, aufgesetzte Geschoss, muss allerdings um drei Meter zurückgesetzt werden. Damit wird gewährleistet, dass dies aus städtebaulicher Sicht nicht so wuchtig in den Straßenraum hineinragt. Das gesamte Areal umfasst fünf Flurstücke mit einer bebaubaren Fläche von knapp 1300 Quadratmetern.

Satteldach statt begrüntem Flachdach

Werden abgerissen: Der Bungalow und das kleine Haus rechts davon.

Entstehen sollen dort Wohnungen. Möglich wäre auch die Integration von Läden. Das hat der Bauherr aber offenbar nicht vor, wie Decker auf Anfrage der Heimatzeitung sagte. Insgesamt will er 20 Wohneinheiten realisieren. Ob dies möglich ist, hängt davon ab, ob die Belichtung der Wohnungen und die Anzahl der Stellplätze, die in einer Tiefgarage nachgewiesen werden sollen, ausreichen. Umstritten war im Bauausschuss die Form des Daches. Zur Debatte standen Satteldach und begrüntes Flachdach. CSU-Stadtrat Ludwig Rudolf vertrat die Ansicht, man dürfe die Zustimmung zum Bauvorhaben nicht von der Dachform abhängige machen und solle aus der Form des Daches auch „kein Glaubensbekenntnis machen“. Vizebürgermeister Günter Drobilitsch plädierte für ein Satteldach. Auch Stadtplanerin Martina Schneider tendierte zum Satteldach.

Der Ausschuss erteilte schließlich dieser Variante das gemeindliche Einvernehmen – das Gebäude wird dadurch um 1,30 Meter höher. An der höchsten Stelle wird der Komplex 13 Meter hoch und ist damit fast genauso wuchtig wie der um 60 Zentimeter höhere Marienhof.

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