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Braune Brühe: Ablagerungen im Isen-Flussbett vor der Wehranlage in Dorfen müssen dringend entnommen werden.

Isen-Flussbett vor der Wehranlage

Hochwassergefahr: Der Schlamm muss raus

Das Flussbett der Isen ist vor der Wehranlage in der Stadt Dorfen sehr stark verschlammt. Diese Beobachtung hatte der frühere Stadtrat und langjährige Hochwasserreferent Gisbert Becker gemacht und Maßnahmen schon vor einem Jahr moniert – mit wenig Erfolg. Aber jetzt tut sich was.

Dorfen – Freistaat, Bezirk und die Stadt Dorfen haben Millionen Euro in die Hochwasserabflussverbesserung investiert. Da könne es nicht sein, dass durch eine Verschlammung die Abflussmöglichkeiten verringert und die Hochwassergefahr in Dorfen vergrößert werde, sagte der Hochwasserexperte im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Jetzt aber kommt Bewegung in die Sache. Auf Nachfrage bestätigte das Wasserwirtschaftsamt München (WWA): „Die Ablagerungen sind so stark, dass sie den Abfluss der Isen behindern.“ Das erklärte der Behördenleiter, Leitender Baudirektor Christian Leeb. Das WWA sehe deshalb eine Entnahme des Schlamms vor. „Wir stehen an einem Punkt, an dem wir reagieren müssen, damit wir bei Hochwasser kein Problem bekommen.“

Die Bagger sollen heuer im Herbst anrollen, erklärte Leeb. Eine frühere, planmäßige Entnahme sei aufgrund von naturschutz- und fischereifachlichen Gründen nicht möglich. Ursprünglich sollte die Maßnahme mit dem Neubau der maroden B 15-Isen-Brücke kombiniert werden, die nur 30 Meter vom Wehr und der Ablagerung entfernt ist. Auf der gesperrten Brücke wäre die Entnahme und Zwischenlagerung gut möglich gewesen. Die Sanierung wurde jedoch erst einmal verschoben. Daher werde das Wasserwirtschaftsamt jetzt in Eigenregie tätig, erläuterte der Behördenleiter.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Umfeld des Wehres könne es erforderlich werden, Bäume zu beschneiden. Dies sei während der Vogelbrutzeit nicht möglich. Ebenso werde vermieden, dass während der Laichzeit der Fische Feinteile abgeschwemmt werden.

Bei der Analyse des Materials habe sich gezeigt, dass eine Belastung mit Schwermetallen vorliege, sagte Leeb. Die Entsorgung werde damit entsprechend aufwändiger, da eine landwirtschaftliche Verwertung des Materials nicht möglich sei. 

Hermann Weingartner

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