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Die Investitionen in den Breitbandausbau sind hoch. Auch deswegen ist der Gewinn  der Stadtwerke stark gesunken.

Stadtwerke Dorfen

Hohe Investitionen lassen Ertrag einbrechen

Fette Überschüsse wird es bei den Dorfener Stadtwerken in den nächsten Jahren wohl nicht mehr geben. Hohe Investitionen in die eigenen Sparten lassen den Jahresgewinn deutlich abschmelzen.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Der neue Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Steiner erläuterte im Dorfener Stadtrat das Geschäftsergebnis 2016, für das im Wesentlichen sein Vorgänger verantwortlich war. Steiner bekam für seine erfolgreiche Führung des kommunalen Energieversorgers und den sachlichen Jahresbericht viel Lob aus dem Gremium. Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Grundner betonte, Steiner habe sich „mit Bravour eingeführt“. Es gebe eine „hervorragende, gute Zusammenarbeit“, geprägt von einem „kooperativen, transparenten Arbeitsstil“. Das gesamte Team der Stadtwerke „leistet einen hervorragenden Job“, lobte Grundner, was im Plenum allgemeine Zustimmung fand.

Bei einer Bilanzsumme von 21 Millionen Euro bleibt 2016 ein Jahresüberschuss von 235 000 Euro. Aufsichtsrat und Stadtrat haben der Gewinnverwendung zugestimmt: 100 000 Euro Bruttodividende an die Stadt als 100-prozentige Eigentümerin und 135 000 Euro bleiben als Eigenkapitalstärkung im Unternehmen.

„In eigener Sache“ stellte Steiner zu Beginn seines Berichts fest, dass das Jahresergebnis 2016 deutlich schlechter (71 Prozent) ausfällt als im Vorjahr. Er machte klar, der Jahresabschluss sei deswegen keine Generalabrechnung. Es gebe „keinen Anlass“, an den Leistungen seiner Vorgänger zu zweifeln, sie herabzuwürdigen oder sie in einem schlechtem Licht darzustellen. „Da wo in der Vergangenheit gute Leistungen erbracht wurden, gebühre den handelnden Personen der Dank.“

Das war möglicherweise nicht überall der Fall, wie der Geschäftsbericht vermuten lässt. Steiner sah es nicht „als seine Aufgabe“, die Leistung seiner Vorgänger zu würdigen. Als Geschäftsführer sei er dem Unternehmen verpflichtet, entsprechend der Vorschriften und ordnungsgemäßer Buchführung zu handeln. Das bedeutete, dass das „Vorsichtsprinzip Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2016 hat“. Dort, wo die Stadtwerke dauerhaft Wertminderungen im Anlagevermögen haben, mussten außerordentliche Abschreibungen vorgenommen werden. Wo dies geschehen ist, sei es im Einklang mit dem Wirtschaftsprüfer erfolgt. Es habe „keine Einflussnahme des Aufsichtsrats oder Dritter geben“. Das Unternehmensergebnis liegt um 71 Prozent unter dem Vorjahresertrag. Dies beruht laut Steiner „im Wesentlichen auf Einmaleffekten, wie Rückstellungen und Sonderabschreibung Telekommunikation sowie vielen kleinen Ursachen“. Ohne diese Einmaleffekte würde der Jahresüberschuss 837 000 Euro betragen.

In der Sparte „Glasfaser“ habe der ursprüngliche Businessplan „neu kalkuliert“ und angepasst werden müssen. Den Grund nannte Steiner nicht. Mit den rund 700 Kunden sei man aber im Soll. Zur Finanzlage sagte Steiner, der Wirtschaftsprüfer sehe die Finanzlage der Stadtwerke als „nur noch ausreichend“. Hintergrund seien getätigte Investitionen der letzten Jahre in Millionen Höhe vor allem in die Nahwärmeversorgung und die neue Sparte Glasfaser. Alleine 2016 wurden knapp drei Millionen Euro investiert, was auch eine Stärkung der regionalen Wirtschaft bedeute. Diese Investitionen müssten jetzt wieder in die Liquidität umgesetzt werden. Vor dieser Herausforderung stünden die Stadtwerke in den nächsten Jahren. Zur Finanzlage betonte Steiner: „Es besteht kein Anlass zur Besorgnis.“

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