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Auch vom Springkraut versorgen sich die Bienen mit Nektar.

Imker

Honigernte ist erneut schlecht

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Dorfen – Die Imker stecken in einer Ertragskrise und kaum jemand bekommt es mit. „Schon das dritte Jahr in Folge hat es in unserer Region sehr schlechte Erträge bei der Honigernte gegeben“, bilanziert Imkermeister Herbert Schwarzer vom Bienenzuchtverein Dorfen.

„Hauptursache war zweifellos das schlechte Wetter, es war während der Saison von Mai bis Juli zu kalt und hat zu viel geregnet. Aber auch die großen Mais-Flächen im Landkreis und das zu häufige Mähen der Wiesen leisten ihren Beitrag zur schwierigen Situation. Eine zweimalige Mahd ermöglicht Insekten und Wild ein vernünftiges Dasein, ab einer fünfmaligen Mahd ist eine Wiese ökologisch leider ohne jeden Wert“, so Schwarzer. Dies alles führe dazu, dass die bescheidenen Honigvorräte der Imker nicht bis zur nächsten Ernte reichen werden.

Was die Imker besonders schmerzt: Das Thema kommt bisher in der Öffentlichkeit kaum an. Die Bestäubungsleistung werde durch die Bienen bis auf wenige Ausnahmen im Erwerbsobstbau kostenlos sichergestellt. Durch die Leistung der Honigbiene habe die restliche Landwirtschaft einen Mehrertrag in Deutschland von etwa vier Milliarden Euro. Schwarzer: „Eigentlich Grund genug, dass sich auch der Staat mehr für die nektarsuchenden Insekten einsetzen und sein Fördersystem anpassen sollte.“  

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