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Der CSU-Landtagsabgeordnete Erwin Huber (oben) wetterte gegen die Verhinderer wichtiger Verkehrsprojekte.

Ex-Staatsminister in Grüntegernbach

Huber: Ausbau der B 15 alt „eine Todsünde“

Es darf in den Gemeinden an der B 15 alt keinen Verkehrs-Gau gegeben. Eine B 15 neu darf daher nicht im Landkreis Erding, sondern nur auf der raumgeordneten Trasse gebaut werden. Das hat der CSU-Landtagsabgeordnete Erwin Huber in Grüntegernbach gefordert.

Von Hermann Weingartner

Grüntegernbach – Der ehemalige Staatsminister sprach am Montagabend als „krönender Abschluss“ der Festtage zur 125-jährigen Gründungsjubiläumsfeier der Altschützen Grüntegernbach, wie der CSU-Ortsvorsitzende Hans Hagl ankündigte.

Zum Abschluss der 125-Jahrfeier der Altschützen waren über 1200 Besucher ins Festzelt zum Kesselfleischessen gekommen.

Zunächst gab Dorfens Bürgermeister und Schirmherr Heinz Grundner seinem Parteikollegen Huber einige Vorlagen für seine halbstündige Rede. Auch Dorfen profitiere von der Boom-Region München, gleichzeitig bereite es Sorgen, die Infrastruktur dafür bereitzustellen. Die verkehrliche Anbindung über Straße und Schiene an den Flughafen München müsse dringend leistungsfähig weiter ausgebaut werden. Die dritte Startbahn brauche es derzeit nicht, sagte Grundner. Im Zuge der Fertigstellung der A 94 bräuchten die Anlieger-Gemeinden an der B 15 alt „dringend die B 15 neu als Entlastung“, sonst drohten mit rund 23 000 Fahrzeugen täglich Taufkirchen, Dorfen und St. Wolfgang der „verkehrliche Super-Gau“. Die B 15 neu müsse auf der bereits raumgeordneten Trasse kommen. Und Grundner forderte einen verträglichen, zweigleisigen Bahnausbau München bis Freilassing für alle Anrainergemeinden.

Es ist Bundestagswahlkampf, das war unschwer zu überhören. Huber nahm bei seiner Rede auch zu lokalen Problemen Stellung. Er wisse, dass Dorfen und die anderen Gemeinden von der B 15 belastet seien. Der Staatsminister a. D. unterstützte die Forderung nach verkehrlicher Entlastung durch eine B 15 neu. Es könne auf Dauer nicht so bleiben, dass der überregionale Verkehr durch Dorfen gehe. Es brauche eine andere Lösung. Er kämpfe für eine B 15 neu, sagte Huber. Seiner Überzeugung nach, die auch Mehrheitsmeinung im Bund, Land und der Region sei, könne diese Trasse nur nach der Umgehung Landshuts vorbei an Geisenhausen, Vilsbiburg und Velden zur künftigen A 94 führen: „Es wäre eine Todsünde, die B 15 alt auszubauen.“ Der Bau der B 15 neu liege nicht am Geld, es brauche Baurecht.

Aber es gebe Leute, die seit Jahrzehnten dagegen seien. Die Sicherung der Wirtschaftskraft und des Wohlstands in Bayern gehe aber nur mit vernünftigem Verkehrsausbau. „Aber wir kennen die, die immer dagegen sind“, gegen jede neue Trasse. Wenn irgendwo „ein paar Pfützen sind, ist das gleich ein Feuchtgebiet von europäischer Dimension“. Die „Verhinderer“ seien „Zukunftsfeinde“, schimpfte Huber. Das Land brauche aber Leute, „die etwa voranbringen“.

Zur ABS 38 sagte Huber lediglich: „Wir brauchen den zweigleisigen, elektrifizierten Ausbau der Bahnstrecke München bis Freilassing.“ Solche Projekte sicherten die Zukunft und böten Chancen für künftige Generationen. Die dritte Startbahn ließ Huber aus.

Am Ende dann ein Appell des christsozialen Politschwergewichts. Huber forderte ein „klares Nein“ zu Extremisten und radikalen Parteien, Links oder Rechts, und auch die AfD brauche es nicht: „Geht’s zur Bundestagswahl und entscheidet’s euch für eine Volkspartei“.

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