Ein Hemadlenz durch und durch: Günter Janocha verbrannte heuer wegen des ausgefallenen Umzugs seine eigene Strohpuppe.
+
Ein Hemadlenz durch und durch: Günter Janocha verbrannte heuer wegen des ausgefallenen Umzugs seine eigene Strohpuppe.

Günter Janocha und Robert Haas wollen ein Museum gründen

Ein Museum für den Hemadlenz

  • Anton Renner
    vonAnton Renner
    schließen

Günter Janocha und Robert Haas wollen ein Museum gründen. Im Mittelpunkt steht die wichtigste Tradition in Dorfen: der jährliche Hemadlenzn-Umzug.

Dorfen – Ein Denkmal hat man dem Dorfener Hemandlenz mit einem Brunnen am Rathausplatz schon gesetzt. Mit der von der Stadt beantragten Aufnahme des Hemadlenzn-Umzugs als Weltkulturerbe ist es 2014 leider nichts geworden. Doch jetzt soll dem Brauchtum das ganze Jahr über gehuldigt werden können. Der Hemadlenz soll ein eigenes Museum bekommen. Die Idee dazu stammt vom Günter Janocha, dessen Leidenschaft sich seit vielen Jahren um das Hemadlenzn-Brauchtum dreht.

Er ist einer der größten Hobbyforscher rund um den Fasching in Dorfen. Mit seiner Idee eines eigenen Hemadlenzn-Museums hat er seinen Spezl Robert Haas sofort begeistern können. Verwirklichen wollen die beiden das Museum am liebsten im Unteren Tor, einem Mittelpunkt des Dorfener Faschings. Denn von dort aus steigt jedes Jahr beim Hemadlenzn-Umzug das Prinzenpaar herab.

Material für ein Museum haben die beiden Dorfener mehr als genug. Janocha sammelt seit jeher alles, was irgendwie mit dem Hemadlenzn-Brauchtum und Dorfener Fasching zu tun hat. Von alten Fotos über Zeitungsartikel bis hin zu Orden und Dekorationsstücken ist sein Haus voller Zeitdokumente. Dazu gibt es eine Vielzahl von Bildern und Zeichnungen von Dorfener Künstlern.

Janochas Freund Haas ist nicht nur kulturell versiert und Autor des satirischen Städtereisen-Führers über Dorfen. Er hat auch Tausende von Hemadlenznfotos digitalisiert.

Verwirklicht werden soll das Hemadlenznmusum bis zum 1250-jährigen Bestehen der Stadt im Jahr 2023. Einen entsprechenden Antrag an die Stadt haben die beiden bereits gestellt. Ein nicht unerheblicher Teil des Vorhabens soll in ehrenamtlicher Arbeit entstehen. Dazu denken Janocha und Haas an die Gründung eines Vereins. Die Stadt soll vor allem für die baulichen Voraussetzungen sorgen, damit die Räume im Unteren Tor als Museum genutzt werden können.

Die beiden Hemadlenzn-Begeisterten wollen auch die Bevölkerung mit ins Boot holen und zu Spenden für das Vorhaben animieren. Dazu gibt es die Idee eines Spenderbuchs im Museum. Darin soll jeder Dorfener mit Foto von sich im Hemadlenzngewand eingetragen werden, der für das Museum gespendet hat. Jetzt warten die beiden Museums-Idealisten darauf, dass sie einen positiven Bescheid aus dem Rathaus bekommen. Dann sollen die Ärmel hochgekrempelt und das Projekt Hemadlenzn-Museum angepackt werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare