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So bleibt er in Erinnerung: Reinhold Kuliga als KG-Präsident an der Spitze des Hemadlenznumzugs.

NACHRUF REINHOLD KULIGA

Humorvoll und immer hilfsbereit

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Trauer in Dorfen: Mit Reinhold Kuliga ist ein hoch angesehener, beliebter und engagierter Dorfener gestorben.

Dorfen – Lachen ist die beste Medizin, heißt es. Von dieser hat Reinhold Kuliga ein Leben lang reichlich genommen. Gegen die heimtückische Krankheit, die erst vor wenigen Monaten bei ihm diagnostiziert wurde, konnte auch der Humor nichts mehr ausrichten. Der pensionierte Fernmeldehandwerker ist am Dienstag im Alter von 71 Jahren viel zu früh gestorben.

Kuligas Leben war im wahrsten Sinne des Wortes eine riesige Gaudi – hat er es doch vor allem dem Fasching verschrieben. Jahrzehntelang war er eines der prägenden Gesichter des Dorfener Faschings. Ob als Organisator, Präsident, Faschingsprinz, Fundusverwalter oder Retter in der Not: Der Ehrenpräsident der Karnevalsgesellschaft (KG) Dorfen war immer erreichbar, immer zur Stelle, wenn es galt, anzupacken. Im Februar 2010 hat er maßgeblich den Jubiläumsfaschingszug zum 111-jährigen Bestehen der KG organisiert. Seine außergewöhnliche Leistung für den Fasching hat der Bund Deutscher Karneval (BDK) im Februar diesen Jahres mit seiner höchsten Ehrung, dem Verdienstorden in Gold mit Brillanten, gewürdigt.

Kuliga zog 1972 nach der Hochzeit mit seiner großen Liebe Luise Sterzer nach Dorfen. Mit seiner Frau verbanden den gebürtigen Erdinger viele Hobbys – die Freude am Fasching, die am Singen. So waren beide in der Karnevalsgesellschaft und im Kirchenchor aktiv. Um den Kirchenchor auch idell zu fördern, war Reinhold Kuliga auch im Vorstand des Cäcilienvereins aktiv, der den Chor unterstützt. Aber auch politisch war Reinhold Kuliga unterwegs. In der ÜWG setzte er sich für Dorfen ein – die Stadt, die im zur wirklichen Heimat geworden ist. Als 1995 die ersten Bierkrieg-Festspiele aufgeführt wurden, war es für Reinhold Kuliga und seine Frau selbstverständlich, mitzumachen. Luise auf der Bühne, Reinhold in der Organisation, waren auch in den Folgejahren 1999 und 2010 Bierkrieger mit Herz und Seele und Garanten des Erfolgs. Für den Rotary Club Dorfen war der Verstorbene quasi der „Hausmeister“. Galt es etwas handwerkliches zu erledigen, war er stets da.

Eigentlich glaubte Kuliga, die schwere Krankheit, von der er erst im Juli erfahren hat, überwunden zu haben. Mit seiner Luise, Sohn Markus und Tochter Sabine unternahm er daher gemeinsam eine Urlaubsreise. Doch dort kam die Krankheit urplötzlich zum Ende des Auslandsaufenthaltes mit ganzer Brutalität zurück. Erst nach Wochen in der Klinik am Urlaubort konnte Kuliga in die Heimat zurückgeflogen werden. Hier ist er wenig später verstorben. Würde Reinhold Kuliga noch was sagen können, wäre sein Kommentar wohl: „Am Ende ist noch lange nicht Schluss mit lustig.“ Ein Spruch, der seinem lebenslangen Humor entspricht.

Reinhold Kuliga wird am Samstag, 30. Dezember, um 10 Uhr im Dorfener Friedhof zur letzten Ruhe gebettet.

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