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Fleißige Helfer: Vogelschützerin Rosa Thalmaier beim Reinigen eines Nistkastens im Dorfener Stadtpark.

LBV-Aktion

Im Dorfener Stadtpark ist die Vogelwelt in Ordnung

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Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) haben in Dorfen Inventur bei den Nistkästen gemacht und diese gereinigt.

Dorfen– „In fast allen Nistkästen im Dorfener Stadtpark und an der Isen wurde dieses Jahr gebrütet und Jungvögel aufgezogen“, erzählt Franz Leutner. Aus den verlassenen Nestern habe das Dorfener Team des LBV vor allem auf einen guten Bestand an Blau- und Kohlmeisen, Staren und Kleibern schließen können. „Die Welt der Singvögel scheint im Stadtpark intakt zu sein“, meint Leutner. „Einen Grund, sich zurückzulehnen, gibt es aber trotzdem nicht.“

Zwar fänden Vögel im Stadtpark, um das Auffangbecken und entlang der Isen noch relativ gute Lebensbedingungen. Allerdings weist der Dorfener Vogelschützer darauf hin, dass es heuer auch bei uns deutlich weniger Insekten gebe. Diese seien aber für die Ernährung vieler Vögel überlebensnotwendig, besonders für die Aufzucht. „So fand sich auch ein Nistkasten mit verhungerten Jungvögeln im Stadtpark“, erzählt Leutner. „Ob dies ein gewöhnlicher Verlust ist oder Ausdruck dafür, wie schwer es für die Tiere inzwischen ist, ihre Jungen zu ernähren, kann keiner sagen.“

Im Großen und Ganzen seien die Vögel aber auf dem Rückzug, was letztlich seine Ursachen im Flächenverbrauch, der Intensivlandwirtschaft, zunehmenden Verkehr und Überbauung hat, glaubt der Vogelschützer. Vögel bräuchten sogenannte „Trittsteine“ mit einem gut strukturierten Baum- und Strauchbestand in einer Landschaft, die von großen Ackerflächen für Mais und Intensivgrünland geprägt ist.

Auch aufgrund des Straßen- und Schienenausbaus im Dorfener Umland seien viele artenreiche Blühwiesen und Gehölze wie Hecken, Obstgärten, Parks und Gärten besonders wichtig. „Hier kann jeder mithelfen, entweder als Grundstücksbesitzer oder als Vogel- beziehungsweise Naturliebhaber“, weiß Leutner. So werde zum Beispiel im Frühjahr eine Vogelschutzhecke mit Hilfe des LBV gepflanzt. Auch für die Beschaffung und das Anbringen von neuen Nistkisten hoffen die Vogelschützer auf Unterstützung.

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