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Alles Walzer: Die Dorfenerin Stefanie Jodl debütierte zusammen mit Andreas Hastreiter beim Wiener Opernball.

Debütantin beim Opernball

Im Wiener-Walzer-Himmel

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„Ich habe mir einen Kindheitstraum erfüllt“, erzählt Stefanie Jodl und strahlt dabei übers ganze Gesicht. Die 18-jährige Dorfenerin debütierte beim legendären Wiener Opernball und spricht von einem „einmaligen Erlebnis“.

Wien/Dorfen– Aufregende Tage liegen hinter Stefanie Jodl. Die 18-jährige Gymnasiastin hat eine „unvergessliche Woche“ in Wien erlebt, mit der Teilnahme als Debütantin am Opernball als Höhepunkt. „Als Kind habe ich mit meinen Eltern jedes Jahr den Wiener Opernball im Fernsehen angeschaut und mir gewünscht, da mal dabei zu sein“, erzählt sie. „Das darf man aber erst mit 18 Jahren.“ Im August 2016 feierte sie ihren 18. Geburtstag, bewarb sich heuer und wurde prompt angenommen. Eine Bedingung war Tanzerfahrung, aber das war kein Problem für die Dorfenerin. „Ich tanze sehr gerne und war auch viele Jahre in der KG-Garde dabei.“ Beim Opernball ist Walzer gefragt – linksrum. „Wir hier tanzen ihn eigentlich rechtsrum, und so war das schon eine Herausforderung für den Andreas und mich.“

Andreas (22) heißt mit Nachnamen Hastreiter und ist, ebenso wie Jodl, in der Volksmusikszene bekannt. „Wir treffen uns öfter bei Auftritten, haben uns schon immer gut verstanden, und ich wusste, dass er gerne tanzt“, sagt Jodl. „Es ist nämlich gar nicht so leicht, jemanden aufzutreiben, der gerne tanzt.“ Er habe ihr gesagt, es sei „eine große Ehre“ für ihn.

Erst musste die Abendgarderobe gekauft werden: Frack für den Herrn, schneeweißes Kleid, Handschuhe und Schuhe für die Dame. Den Kopfschmuck, die Tiara, stellte der Veranstalter. Dazu kamen noch die Kosten für die Eintrittskarte – 120 Euro pro Person. Nach diversen Proben war es am Donnerstag soweit. „Es war so unbeschreiblich schön, das kann man nicht in Worte fassen“, schwärmt die 18-Jährige. „Schon beim Ankleiden im Hotel ging es mir durch und durch, sowas kenn ich normalerweise nicht.“ Um 19 Uhr waren alle Debütanten an der Staatsoper, um 22 Uhr ging es endlich los. „Ich war so nervös, aber als die Musik einsetzte, war alles weg und es war nur noch schön“, erzählt die Dorfenerin. Als zum Ende des offiziellen Teils dann die Schlussposition eingenommen worden sei, habe sie sich „auf der einen Seite erleichtert, auf der anderen Seite traurig“ gefühlt.

Toll sei dann aber gewesen, dass die Prominenten „alle so einfach rumgelaufen sind“, wie etwa Richard Lugner, der diesmal US-Schauspielerin Goldie Hawn als Gast dabei hatte. „Da war man einfach hautnah dran.“ Mit Model Barbara Meier habe sie sich lange unterhalten. „Die ist sehr sympathisch und nett“, findet Jodl.

„Bis 5 Uhr Früh haben wir praktisch durchgetanzt und waren schließlich um halb sieben im Bett“, erzählt sie. Mit dabei waren auch die Eltern, die ebenfalls „total begeistert“ waren und es nicht bereut hatten, mitgefahren zu sein. Am Sonntagabend war Familie Jodl wieder daheim in Dorfen und stand immer noch unter den Eindrücken eines unvergesslichen Opernballs. „Das war ein Erlebnis fürs Leben“, sagt Jodl. Ob sie noch einmal hin möchte? „Mal schauen, die Lust wäre auf alle Fälle da.“

Wolfgang Krzizok

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