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In Dorfen steht die Zeit still

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Im Winterschlaf: Die Marktkirche wird restauriert.
Im Winterschlaf: Die Marktkirche wird restauriert. © Birgit Lang

High Noon in Dorfen.

Dorfen – Die Zeit scheint im Moment still zu stehen in Dorfen – zumindest wenn man auf die Uhr der Marktkirche St. Veit schaut. Denn dort bewegen sich die Zeiger schon seit vielen Monaten nicht mehr. Stur zeigen sie auf 12 Uhr.

Der Grund: „Die Stromzufuhr wurde teilweise unterbrochen“, sagt Daniel Helmecke. Der Verwaltungsleiter des Pfarrverbandes Dorfen erklärt, aktuell würden die Sanierungen im Kirchenschiff und unter anderem auch die Überholung der Elektro-Installation laufen. „Momentan wird mit Baustrom gearbeitet. Sobald die Elektroarbeiten abgeschlossen sind, kann die Uhr wieder an den Strom genommen werden“, verspricht Helmecke.

Die Dorfener Marktkirche ist das älteste Gotteshaus in der Pfarrei. Laut Heimatforscher Franz Streibl wurde das Gotteshaus vermutlich auf Wunsch der Bürger gegen 1390 errichtet. Die ersten Maßnahmen der aufwändigen Generalsanierung begannen bereits vor über zehn Jahren.

Im November 2020 folgten die Arbeiten am Dach, dazu wurde die Kirche mit einer schützenden Hülle ummantelt. Dieses Gerüst wurde mittlerweile entfernt und lenkt die Sicht nun wieder auf den Turm. Dieser erstrahlt aber nicht im neuen Glanz, wie es so mancher vielleicht gehofft hatte. Im Gegenteil: Ein fleckiger Grauschleier überzieht ihn, teilweise sieht es aus, als ob die Farbe abblättern würde. So mancher Betrachter wird sich bei diesem Anblick wohl denken, dass man im Rahmen der Sanierung, deren Gesamtkosten auf 1,9 Millionen Euro kalkuliert wurden, dem Turm auch gleich einen neuen Anstrich hätte verpassen können.

Das könnte auch noch folgen, denn das Thema werde aktuell noch diskutiert, weiß Helmecke. „Leider“ gebe es noch keine weitere Terminplanung. „Wir hoffen aber, dass bis Mitte des Jahres alle Arbeiten abgeschlossen sind.“ Zu gegebener Zeit werde es dann auch Informationen zu Eröffnung und möglichen Feiern geben.

VON BIRGIT LANG

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