Halligalli in der Aula der Zentralschule: Die Klasse 4 bG der Grundschule Nord begeisterte mit einer Zirkusvorführung. Foto: Weingartner

Miteinander leben in Dorfen

Inklusion bedeutet „Grenzen im Kopf auflösen“

Dorfen – Beim großen Aktionstag „Miteinander leben in Dorfen“ wurde am Samstagnachmittag mit vielen Mitmach-Aktionen und Informationsständen die Vielfalt des Themas Inklusion einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Arbeitskreis Kinder- und Jugendarbeit hat die Veranstaltung zusammen mit über 20 Vereins- und Organisationen-Vertretern an der Grundschule Nord durchgeführt.

Beeindruckend wurde dabei gezeigt, dass es in der Stadt bereits eine Vielfalt gelebter Inklusion und verschiedenste Angebote dazu gibt. Leider war das Wetter regnerisch, so dass einige Aktionen in die Grundschulaula verlegt werden mussten. Ein gesellschaftliches Miteinander und Chancengleichheit für alle Menschen beinhalte der Inklusionsgedanke, erklärte Vizebürgermeister Günther Drobilitsch bei der Eröffnung. Der Aktionstag solle zeigen, was es in Dorfen gebe und es solle sich stark gemacht werden für die Vielfalt in unserer Gesellschaft. Vereine, Verbände, Kommunen und Staat könnten Inklusion alleine nicht stemmen. „Deshalb ist es wichtig, dass wir den Weg mit den Bürgern gemeinsam gehen“, betonte Drobilitsch. Inklusion brauche „die Offenheit aller“, so der Vizebürgermeister, und verlange viel, aber es lohne sich. „Grenzen im Kopf müssen wir auflösen, verschlossene Türen aufstoßen.“ Die Chance sei groß, das Anderssein nicht mehr als fremd, sondern als Schatz wahrzunehmen. Dies zu erkennen, dazu sollte der Aktionstag „Miteinander leben in Dorfen“ dienen und noch mehr Menschen für das Thema sensibilisieren.

Das ist gelungen, wie das große Besucherinteresse der Dorfener Bürger zeigte. Drobilitsch hatte sich vorab für das ehrenamtliche Engagement aller Mitwirkenden und den Einsatz für das Projekt herzlich bedankt.

Zu Beginn gab es eine Zirkusvorstellung der Ganztagesklasse 4 bG der Grundschule Nord. Dann verteilten sich die Besucher, Groß und Klein, bei den vielen Spielen und Vorführungen. Am vielfältigen Aktionsprogramm beteiligt waren unter anderem die Kindergärten, das Kinder- und Jugendhaus, das Marienstift, sowie zahlreiche Vereine, wie Nachbarschaftshilfe, Flüchtlingshilfe, Kunterbunte Familien, Kreismusikschule oder der Isentaler Spieletreff. Rege besucht wurden auch die Informationsstände, etwa der Sozialeinrichtungen Caritas oder der Barmherzigen Brüder Behindertenhilfe GmbH Algasing. Die Arbeitskreisleitung Therese Englmeier und die Hauptorganisatorin des Aktionstages, die Jugendpflegerin der Stadt, Martine Driessen, freuten sich über das große Interesse der Dorfener. Überall seien die Leute ins Gespräch gekommen und die Gedanken würden weiter getragen, etwa was man noch machen und wie man Inklusion leben könne. Dabei sei Vielen klar geworden, dass es nicht nur um Behinderte gehe und Inklusion nicht nur Behinderte meine, sondern auch Migration und allgemein Teilhabe von Jedem.  prä

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