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Seit 15 Jahren bietet das DZIF Dorfen Flüchtlingen und Migranten Deutschkurse an.

DZIF Dorfen

Integration schafft Steuerzahler

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Dorfen - Das Dorfener Zentrum für Integration und Familie (DZIF) will Firmen und Betriebe an der Integration von Flüchtlingen beteiligen. Nur dann werde Integration gelingen.

Seit 15 Jahren engagiert sich das DZIF in der Sprachvermittlungs- und Integrationsarbeit. Am 18. Juni findet im Jakobmayer-Saal ein großes Vernetzungstreffen statt. Im Vorfeld der Veranstaltung hat das DZIF jetzt darauf hingewiesen, dass als Folge des Zuzugs zahlreicher Asylbewerber, Flüchtlinge und Migranten nach Dorfen Alphabetisierungs-, Sprach- und Integrationskurse gegenüber dem Vorjahr um mehr als 100 Prozent zugenommen hätten. Neben den hohen Anforderungen, die diese neue Situation an Lehrkräfte und Verwaltung des DZIF stelle, gestalte sich auch die finanzielle Situation immer komplexer. Trotz Zuschüssen durch die Stadt Dorfen, des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Volkshochschule (VHS) bleibe eine gewaltige Finanzierungslücke. Diese könne nicht mehr durch den Einsatz ehrenamtlicher Helfer und Unterstützer geschlossen werden. „Aus diesem Grund hat sich das DZIF entschlossen, die örtliche Wirtschaft um Unterstützung zu bitten. Die Integration der hier ankommenden Ausländer kann nicht allein durch einen gemeinnützigen Verein wie das DZIF geleistet werden – sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, von der alle Dorfener Unternehmen und Bürger profitieren werden“, schreibt Andrea Widl vom Integrationszentrum. „Die Flüchtlinge und Migranten können unseren Alltag bereichern: durch Einbringen von Ideen, tätige Mitarbeit in Unternehmen und Betrieben, durch Mitwirkung im sportlichen und schulischen Bereich. Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass aus dem ,Nebeneinander‘ ein erfolgreiches ,Miteinander‘ wird, ist Integration. Nur wer sich als Teil unserer Gemeinschaft empfindet, wird sich für den Erhalt und die Entwicklung dieser Gemeinschaft einsetzen. Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Integration ist der Spracherwerb – wer unsere Sprache nicht spricht, versteht uns nicht und wird von uns nicht verstanden.‘“

Widl: „Durch Integration wird aus dem Asylbewerber ein Steuerzahler, der nicht Kosten verursacht, sondern einen Beitrag zu unserem Sozialsystem leistet. Gut integrierte Neubürger, die nicht ,auf der Straße sitzen‘, machen das Leben in Dorfen sicherer und vielfältiger für alle Dorfener Bürger.“

Die Unterstützung durch Firmen und Betriebe könne vielfältige Formen haben: Finanzielle Zuwendungen, Praktika, Ausbildungsangebote, Projekt-Mitarbeit, Arbeitsverträge für Migranten und Flüchtlinge. Eines steht für das DZIF fest: „Ohne einen gemeinsamen Aktionsplan von Dorfener Unternehmen und dem Dorfener Zentrum für Integration und Familie kann die Bewältigung der Integrationsarbeit nicht gelingen.“

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